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Ethereum Kurs zeigt trotz neuem Allzeithoch 4 deutliche Warnsignale

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Von Mister Coinlover-Februar 18, 2021

Während der Ethereum Kurs zu neuen Rekordhöhen aufbricht, scheint zur gleichen Zeit der Derivatemarkt von ETH überhitzt zu sein. Und das ist bei Weitem nicht das einzige Warnsignal bei der zweitgrößten Kryptowährung.

Der Ethereum Kurs wird aktuell zu neuen Rekordhöhen gehandelt, aber ein überhitzter Derivatemarkt und die technische Chartanalyse deuten darauf hin, dass kurzfristig mit einer höheren Volatilität zu rechnen ist.

Auf dem ETH-Derivatemarkt wird das Halten von Long-Positionen immer teurer

Die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung wird derzeit 1.914$ pro ETH gehandelt. Mit einem parallel über 50.000$ handelnden Bitcoin Kurs stimmt das den Markt weitestgehend bullisch. Während es dafür in den nächsten Wochen wahrscheinlich auch allen Grund dazu gibt, könnte der Markt kurzfristig von einer Korrektur heimgesucht werden. Diese Möglichkeit wird ebenfalls von dem Derivatemarkt signalisiert.

Auf dem Derivatemarkt ist das durchschnittliche Niveau der „Finanzierungsrate“ der großen Börsen mit ETH Perpetuals (Futures ohne Ablauf) laut Glassnode stark gestiegen. Patrick Heusser, Leiter des Handels bei der in der Schweiz ansässigen Crypto Finance AG, kommentierte diese Entwicklung wie folgt:

Es zeigt, dass der Derivatemarkt überfinanziert ist. Mit dieser aktuellen Struktur fühle ich mich nicht wohl dabei, eine Menge Long-Exposure zu betreiben.

Der Finanzierungssatz wird alle acht Stunden berechnet und stellt die Kosten für das Halten von Long-Positionen dar. Wenn Perpetuals mit einem Aufschlag auf den Kassapreis gehandelt werden, ist die Finanzierungsrate positiv. Daher wird eine sehr hohe Finanzierungsrate als ein Zeichen für eine übermäßig starke Hebelwirkung auf der bullischen Seite (überkaufte Bedingungen) angesehen und bringt oft zusätzliche Volatilität in den Markt.

Durchschnittliche Funding Rate für ETH.

Abb.1: Durchschnittliche Funding Rate für ETH. Quelle: Glassnode

In solchen Situationen ist das Halten von Long-Positionen zu hohen Kosten nur dann attraktiv, wenn das bullische Momentum stark bleibt. Ein Pullback oder eine Konsolidierung kann eine Auflösung von Longs auslösen, was zu einem tieferen Preisverfall und einem Ansteigen der Preisvolatilität führt.

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Anstieg vom Ethereum Kurs wird von deutlichen Schwächen begleitet

Die jüngste steile Rallye des Ethereum Kurses wird aus Sicht der technischen Chartanalyse von deutlichen Warnsignalen begleitet.

Während der Preis pro ETH in den letzten 6 Wochen kontinuierlich nach oben geklettert ist, zeigt das Volumen, welches diesen Anstieg begleitet hat, einen deutlichen Rückgang. Insbesondere in einem Aufwärtstrend wird der Volumenverlauf zu einem wichtigen Indikator. Gewünscht wäre in einem solchen Fall ein ebenfalls deutlicher Anstieg im Volumen, welches das starke Kaufinteresse am Markt widerspiegeln würde.

Die beiden eingezeichneten Trendlinien lassen zudem eine steigende Keilformation erkennen, die ebenfalls zu dem Volumenverlauf passt. Typischerweise fällt dieses nämlich während der Formationsausbildung bis zum Ausbruch, der statistisch gesehen, in 6 von 10 Fällen nach unten erfolgt. Das ist keine großartige Wahrscheinlichkeit, allerdings mit dem Hintergrund eines derzeit überhitzten Derivatemarkt, sollte dieses Muster in keinem Fall ignoriert werden.

Ethereum Kurs auf dem Tages-Chart

Abb.2: ETH/USD auf dem Tages-Chart. Quelle: Tradingview

Zusätzlich deuten sowohl der RSI als auch der MACD Indikator auf eine bearische Divergenz hin. In der Summe haben wir damit 4 verschiedene Signale, die beim Ethereum Kurs zur Vorsicht mahnen:

  1. Eine hohe Finanzierungsrate bei ETH Perpetuals
  2. Ein steiler Anstieg mit gleichzeitigem starken Rückgang im Volumen
  3. Ein bearisches Chartmuster in Form eines steigenden Keils
  4. Starke Anzeichen einer bearischen Divergenz bei zwei verschiedenen Indikatoren

Theoretisch würde die Kursformation in dem Fall eines Ausbruches nach unten ein Mindestkursziel von rund 750$ nahelegen. Aufgrund starker Makrofaktoren ist allerdings wohl eher mit einem kleineren Ausschlag nach unten zu rechnen, der höchstwahrscheinlich auch nicht von langer Dauer sein wird.

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ETH wird zunehmend knapper

Die Fundamentaldaten sehen für Ethereum (ETH) nach wie vor sehr bullisch aus.

Die Anzahl an ETH, die auf Börsen gehalten werden, ist laut der Datenquelle CryptoQuant in den letzten drei Monaten um 10% auf 20,77 Millionen gesunken. Das zeigt, dass Investoren entweder die direkte Verwahrung von ETH bevorzugen oder sie zum Staking in dezentralen Finanzprotokollen nutzen. Dies schafft auf der Verkaufsseite Liquiditätsknappheit.

ETH Reserven auf Börsen

Abb.3: ETH Reserven auf Börsen. Quelle: CryptoQuant

Ki-Young Ju, CEO von CryptoQuant, kommentierte diesen Chart wie folgt:

Langfristig würde [die] ETH-Rallye weitergehen, solange die ETH-Bestände an allen Börsen abnehmen.

Andere Metriken malen ebenfalls bullisches Bild. Nicht wenige halten Ethereum (ETH) gegenüber Bitcoin (BTC) sogar noch für unterbewertet.

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