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Verliert Bitcoin seinen Thron an Ethereum? Spekulationen über den nächsten Bullrun und das Platzen der Blase

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Von Mister Coinlover-Mai 21, 2021

Laut Vitalik Buterin befinden sich Kryptowährungen womöglich nach wie vor in einer Blase, während Bitcoin (BTC) aufgrund seines Energieverbrauchs auf der Strecke bleiben könnte. In diesem Artikel beleuchten wir die Aussagen des Ethereum-Gründers näher und spekulieren, wie der nächste Bullrun aussehen und was ihn beenden könnte.

Der Ethereum-Gründer Vitalik Buterin gab zwar keine Prognose darüber ab, wann seiner Meinung nach die Blase platzen wird, impliziert damit aber gleichzeitig, dass der jüngste Bitcoin Kurs Crash eventuell nicht das Ende dieses Bullenmarktes markiert hat.

Besonders interessant ist aber, dass er sich nun offiziell der „Möglichkeit“ hingegeben hat, dass Ethereum (ETH) in Bezug auf seine Marktkapitalisierung Bitcoin (BTC) als die Nummer 1 der Kryptowährungen in der Zukunft ablösen wird.

Wir wollen daher an späterer Stelle des Artikels der Frage nachgehen, ob der nächste Bullrun womöglich von Ethereum und nicht von Bitcoin angeführt wird und was die Blase letzten Endes zum Platzen bringen könnte.


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Wird die Energiedebatte Bitcoin zum Verhängnis?

Vitalik Buterin denkt, dass der Thron von BTC auf wackligen Beinen steht. Der Grund dafür ist die Energiedebatte, die um das Bitcoin-Mining herumwirbelt und jüngst durch den Tweet von Elon Musk neu befeuert wurde.

Buterin sprach über diese Thematik am Dienstag mit CNN. Er begab sich allerdings nicht auf das Glatteis, um zu prognostizieren, ob der jüngste Bitcoin Kurs Crash auf rund 30.000$ tatsächlich auch das Ende der Krypto-Blase war oder nicht. Er sagte lediglich:

Oft genug ist der Grund für das Ende der Blasen, dass irgendein Ereignis eintritt, das deutlich macht, dass die Technologie noch nicht so weit ist.

Elon Musks Bedenken wegen des Energieverbrauchs von Bitcoin haben in jedem Fall ein altbekanntes Thema wieder neu aufgekocht. Laut Philip Gradwell, Chefökonom von Chainalysis, haben auch andere institutionelle Käufer Bedenken hinsichtlich möglicher Umweltauswirkungen, Anwendungsfälle, illegale Aktivitäten und Regulierung.

Laut Buterin sind zumindest die Energie-Bedenken über das Proof of Work-Mining von Bitcoin berechtigt. Er sagte gegenüber CNN:

Der Ressourcenverbrauch ist definitiv riesig. Es ist nicht die Art von Sache, welche die Welt von alleine kaputt machen wird, aber es ist definitiv ein signifikanter Nachteil.

Ethereum ist dabei, mit dem bevorstehenden Übergang zu ETH 2.0 von Proof of Work (PoW) auf einen Proof-of-Stake- (PoS-) Konsensalgorithmus umzusatteln. Dies wird den Energieverbrauch von Ethereum drastisch senken, wobei Nimbus schätzt, dass PoS bis zu 99% energieeffizienter sein wird. Buterin betonte die Bedeutung eines solchen Wandels insbesondere im Kontext der aktuellen Debatte:

Wir gehen vom Energieverbrauch eines mittelgroßen Landes zum Energieverbrauch eines Dorfes über.

Wie kritisch ist die Lage für Bitcoin wirklich und wie wahrscheinlich wird dadurch das Flippening durch Ethereum?

Buterin hat eine eindeutige Meinung zu der Debatte rundum das Bitcoin-Mining und seine Auswirkung auf die Umwelt. Laut ihm wird der Stromverbrauch des Bitcoin-Minings und die dafür benötigte Hardware immer mehr Rufe aus der eigenen Community nach sich ziehen, um entweder auf PoS umzusteigen oder einen Hybrid-Modell zu verwenden.

Wenn Bitcoin bei seiner Technologie bleibt, wie sie heute ist, besteht ein großes Risiko, dass es zurückgelassen wird.

Zweifelsohne wird die Debatte rundum die Notwendigkeit des Bitcoin-Minings und die Abwägung seiner Vor- und Nachteile teilweise so hitzig geführt, da die einzelnen Meinungen zu diesem Thema sehr unterschiedlich sind. Doch ganz gleich welche Meinung man persönlich vertritt, so sollte doch jedem klar sein, dass hier das letzte Wort wahrscheinlich noch nicht gesprochen wurde. Gegner von Bitcoin werden dies ausnutzen, um das Thema in aller Öffentlichkeit mit allen Mitteln aufzubauschen.

Warum das von Bedeutung sein könnte? Ganz einfach.

Die Narrative des zuletzt noch eindrucksvoll geführten Bullruns von BTC war die der corporate adoption, also der zunehmenden Adoption von Bitcoin durch große Unternehmen. Während bereits investierte Unternehmen nicht zwingend einen Rückzieher machen und ihre Position wahrscheinlich sogar verteidigen werden, könnte eine in den Medien lautstark geführte Debatte um die Umweltauswirkungen des Bitcoin-Minings das gerade aufgekommene Momentum dieser Adoptionswelle ins Stoppen bringen. Unternehmen werden es sich nämlich zweimal überlegen, ihre Marke mit Bitcoin in Verbindung zu bringen, wenn ihnen dadurch schlechte Publicity droht. Zumindest, wenn sie aktuell noch nicht in Bitcoin investiert sind.

Ethereum hingegen und der geplante Wechsel auf PoS passt sehr viel besser in die Narrative der aufstrebenden Technologie der Kryptowährungen, die aber nicht auf Kosten der Umwelt stattfindet. Das Flippening von BTC durch ETH ist bereits jetzt ein heißes Thema in den sozialen Medien und ab einem bestimmten Punkt, an dem genügend Martteilnehmer von dieser Möglichkeit überzeugt sind, wird es auch Realität werden.

Könnte der nächste Bullrun von Ethereum und nicht von Bitcoin angeführt werden?

Spekulationen über das Ende der aktuellen Blase

Vitalik Buterin sprach davon, dass das Ereignis, welches eine Blase beendet, oft genug eines ist, welches deutlich macht, dass die Technologie noch nicht so weit ist, wie weitgehend angenommen. Doch ist dieses Ereignis bereits eingetreten?

Unsere Erwartung ist derzeit noch, dass der aktuelle Zyklus eher dem zweiten ähnelt und wir ähnlich wie in 2013 den tatsächlichen Höhepunkt des Marktes erst gegen Ende des Jahres erleben werden. Angenommen, dass dies auch stimmt und Ethereum das Flippening gelingt, könnte dann das wahre Ereignis, welche die Blase zum Platzen bringt, die Erkenntnis sein, dass ein zu hoher Ethereum Kurs das zugrunde liegende Netzwerk für die Allgemeinheit regelrecht unbrauchbar macht?

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Als Wertaufbewahrungsmittel und Netzwerk für die Übertragung von Werten ist der Preis weitgehend irrelevant. Ethereums Wertversprechen ist ein Netzwerk, welches allgemeine Berechnungen durchführt. Damit diese Berechnungen aber zugänglich, skalierbar und funktionsfähig sind, ist es kontraintuitiv, einen hohen Preis pro ETH zu erwarten oder zu verlangen. Bereits in den letzten Monaten konnten wir beobachten, dass zu hohe Gasgebühren eine Vielzahl an Teilnehmern aus dem Netzwerk ausschließt.

Die Eigenschaft von ETH nicht als reines Wertaufbewahrungsmittel, sondern auch als Einheit zu fungieren, mit welcher die Leistungen im Netzwerk bezahlt werden, gibt dem Token womöglich eine Obergrenze in Bezug auf seinen tatsächlichen Wert. Wird diese Obergrenze durch einen zu großen Hype am Markt künstlich ausgehebelt, könnte dies das gesamte Netzwerk lahmlegen.

Natürlich gibt es verschiedene Layer-2-Lösungen und weitere wurden bereits angekündigt. Doch handelt es sich nach wie vor um sozusagen Layer-2-Silos. Um von dem einen in das andere zu wechseln, führt der Weg aktuell nur über die Mainchain von Ethereum. Wird dieser Weg durch astronomisch hohe Gebühren versperrt, könnten diese Silos schnell zu einer Art Gefängnis werden.

Diese Überlegung alleine verdeutlicht, wie wichtig bezahlbare Brückenlösungen sein werden und wir müssen uns die Frage stellen, ob wir tatsächlich bereits an dem Punkt angelangt sind, wo die Interoperabilität bereits so fortgeschritten ist, dass all das innerhalb der nächsten Monate reibungslos funktionieren wird.

Diese Überlegung im Hinterkopf zu behalten, bei dem, was womöglich noch kommen mag, kann sicherlich nicht schaden, auch wenn es an dieser Stelle noch recht wilde Spekulationen sind.

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