MicroStrategy veröffentlichte gestern seinen Q2 Bericht für das Jahr 2021 und schenkte damit Einblicke in die aktuelle Performance ihrer BTC Bestände. Weiterhin kündigte das Unternehmen an, dass es trotz derzeitiger Verluste auf Papier noch mehr Kapital in Bitcoin investieren wird.

Das Unternehmen für Business Intelligence und mobile Software MicroStrategy gab nun seine Absicht bekannt, noch mehr Bitcoin zu kaufen. Diese Ankündigung erfolgt, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal einen Wertminderungsverlust von 424,8 Millionen US-Dollar verzeichnete.

Hier muss allerdings einer feiner aber bedeutender Unterschied betont werden. Es handelt sich nämlich nur um einen Verlust auf dem Papier, der auf dem Bitcoin Kurs am Ende des Quartals basiert und keinen realisierten Verlust widerspiegelt.

Je nachdem, wie man die Zahlen zusammenrechnet, scheint MicroStrategy fast eine Milliarde Dollar mehr mit Bitcoin verdient zu haben, als es ausgegeben hat.

Kombiniert mit der brennenden Leidenschaft, die CEO Michael Saylor für Bitcoin hegt, könnte das der Grund sein, warum das Unternehmen nun beschlossen hat, noch mehr Bitcoin zu seinen Reserven hinzuzufügen. In dem Bericht heißt es:

Wir sind weiterhin mit den Ergebnissen der Umsetzung unserer Strategie für digitale Vermögenswerte zufrieden. Unsere jüngste Kapitalerhöhung ermöglichte es uns, unsere digitalen Bestände zu erweitern, die nun 105.000 Bitcoins übersteigen. Wir beabsichtigen, auch in Zukunft zusätzliches Kapital in unsere Digital-Asset-Strategie zu investieren.


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MicroStrategy kaufte Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 19.518$

Das Unternehmen veröffentlichte erst gestern seinen Q2-Bericht. Daraus geht hervor, dass MicroStrategy rund 105.085 BTC mit einem Buchwert von 2,051 Milliarden US-Dollar besitzt. Der durchschnittliche Buchwert pro Bitcoin lag bei geschätzten 19.518$. Damit bewegt sich das Unternehmen selbst beim aktuellen Bitcoin Kurs mit seinen BTC Beständen deutlich im Gewinn.

MicroStrategy Bitcoin Käufe
Abb. 1: BTC Käufe von MicroStrategy. Quelle: Q2 2021 Bericht, MicroStrategy

Die Zahlen zu den digitalen Vermögenswerten wurden nach den allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen (GAAP) berechnet. Dabei handelt es sich, nicht ganz überraschend, um eine Sammlung von allgemein anerkannten Rechnungslegungsvorschriften, die für die Finanzberichterstattung verwendet werden.

MicroStrategy stellte aber auch Non-GAAP-Berechnungen zur Verfügung, die in diesem Bericht die “Auswirkungen von aktienbasierten Vergütungsaufwendungen und Wertminderungsverlusten und Verkaufsgewinnen aus immateriellen Vermögenswerten” ausschließen.

Die Non-GAAP-Zahlen zeichnen ein anderes Bild für die digitalen Vermögenswerte von MicroStrategy. Die BTC-Kostenbasis liegt bei 2,741 Milliarden US-Dollar, während der Marktwert 3,653 Milliarden US-Dollar beträgt. Daraus resultiert ein durchschnittlicher Preis von 26.080 US-Dollar und ein aktueller Marktwert von 34.763 US-Dollar pro BTC.

Das klingt zwar etwas weniger gut, aber zweifelsohne immer noch gut genug.

Saylor und MicroStrategy scheinen in jedem Fall nach wie vor voll und ganz auf Bitcoin zu setzen. Trotz des jüngsten Crash akkumulieren sie weiterhin BTC mit einem langfristigen Anlagehorizont.

Nach eigener Aussage würde Micheal Saylor auch erst seine jetzige Strategie hinterfragen, wenn der Bitcoin Kurs in 4 Jahren immer noch unter seinem heutigen Niveau liegen sollte.


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