Virtuelle Grundstücke im Metaverse kaufen? Dank dem Unternehmen Improbable sollen bald riesige, digitale Welten im Metaverse „Otherside“ entstehen, in denen sich Tausende von Spielern tummeln. Dafür konnte das Unternehmen nun mehr als 3 Milliarden US-Dollar einnehmen.

Digitales Zuhause: Otherside

Bei Improbable handelt es sich um ein Startup mit Fokus auf den Gaming-Sektor. Demnächst will es erneut 111 Millionen US-Dollar in einer Finanzierungsrunde einnehmen, um zusammen mit dem Schöpfer des Bored Apes Yacht Club, Yuga Labs, Welten für das Metaverse zu produzieren. Der Financial Times sagte der Chef des Unternehmens, Herman Narula, dass man bald eine angemessene Rentabilität erreicht haben dürfte. Dabei hatte das Unternehmen in der Vergangenheit mit der Finanzierung etwas Probleme.

Im Jahr 2017 nahm Improbable in einer Finanzierungsrunde gut 500 Millionen US-Dollar ein, wobei ihr die Softbank unterstützend zur Seite stand. Im Jahr 2021 musste das Startup gut 170 Millionen US-Dollar an Verlusten hinnehmen, am Ende blieben nur noch 64 Millionen US-Dollar in der Bank. In einer erneuten Finanzierungsrunde konnte Improbable nun gut 3,3 Milliarden US-Dollar einnehmen. In Zukunft sieht man das Projekt „Otherside“ als Haupteinnahmequelle.


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Das Otherside Metaverse stellt einen virtuellen Raum dar, in welchem Tausende von Teilnehmer miteinander interagieren können. Schon zuvor hat Improbable seine Fühler in diese Richtung ausgestreckt. Im April startete es M², ein Anbieter für Web 3.0 Infrastrukturen, welches es ermöglicht, verschiedene Metaverse-Welten miteinander zu verbinden. Dieses Projekt wurde mit einem Wert von 1 Milliarden US-Dollar geschätzt, nachdem es gut 150 Millionen von der Softbank und weiteren Finanziers erhielt. Es wird sich jedoch erst zeigen müssen, inwieweit der Hype um das Metaverse fortbestehen kann und sich rentieren wird.

Dasselbe gilt für Otherside. Dieses Projekt soll es einem ermöglichen, im Metaverse ein Grundstück zu kaufen. Dabei arbeitet das Startup mit Yuga Labs zusammen, welches für seinen Bored Apes Yacht Club bekannt ist. Welches Interesse darin in Zukunft bestehen wird, bleibt vorerst ungewiss. Im dritten Quartal 2022 sank die Nachfrage nach NFTs auf ein neues Tief. Dazu gesellt sich die allgemein verunsicherte Stimmung auf den Weltmärkten und nicht zuletzt die fallenden Preise bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Selbst der Partner, Softbank, muss Verluste bei seinen Technologie-Investitionen hinnehmen. Laut einem Bericht wird das Unternehmen gut 30 % seiner Mitarbeiter entlassen müssen.


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