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4 signifikante Gründe, warum der Bitcoin Kurs vor einem großen Crash stehen könnte

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Von Mister Coinlover-Juni 25, 2020

Der Bitcoin Kurs verbucht derweil einen Rückgang von -3,67% in den letzten 24 Stunden. Ein Trend, der – wie wir in diesem Artikel darlegen werden – sich in den kommenden Tagen und Wochen fortsetzen könnte. Denn trotz sehr starker Fundamentals auf Seiten von Bitcoin gibt es einige Indizien, die kurzfristig eine signifikant negative Auswirkung auf seinen Preis haben könnten.

Insbesondere wollen wir uns dabei auf 4 entscheidende Faktoren konzentrieren: Die jüngsten Bewegung der PlusToken Funds, der größte Abfluss an BTC von Bitcoin Miner Adressen, der Auslauf von Options-Kontrakten in einer Rekordhöhe von 1 Milliarde Dollar und ein Kurswechsel bei der FED, die zu einer starken Korrektur am Aktienmarkt führen und damit den Bitcoin Kurs aufgrund seiner jüngsten Korrelarität direkt mit in Richtung Süden reißen könnte.

Bitcoin Kurs durch PlusToken bedroht

Gelder aus dem angeblichen PlusToken-Ponzi-Programm sind wieder in Bewegung und diesmal könnte es den Ethereum Kurs in Mitleidenschaft ziehen.

Gestern wurden 789.534 ETH aus einer Wallt in Verbindung mit dem altbekannten PlusToken Ponzi Schema transferiert. Beim aktuellen Ethereum Kurs entspricht das einem Gegenwert von rund 185 Millionen Dollar. Die dortigen Funds wurden seit Dezember 2019 nicht mehr bewegt, also einigen Monaten nachdem das Ponzi Verhaftungen einiger seiner Betreiber nach sich zog.

PlusToken, das größtenteils von China und Südkorea aus operierte, wurde im Juli letzten Jahres beschuldigt, ein Ponzi-System mit Kryptowährungen zu betreiben. In seiner Glanzzeit zog es verschiedene Kryptowährungen im Wert von fast 3 Milliarden Dollar an, hauptsächlich Bitcoin, Ethereum und EOS.

Seit der großen ETH-Transaktion wurden die Gelder auf 138 Adressen aufgeteilt. Diese Adressen sind auf dem Etherscan-Block-Explorer nicht markiert und es ist unklar, ob sie zu einer Börse oder einem anderen Ort (wie z.B. einem OTC-Schalter) gehören, über den sich das PlusToken-Team auszahlen lassen könnte. Vorausgesetzt, die Gelder befinden sich noch unter ihrer Kontrolle. Welche Auswirkungen dies auf den Ethereum Kurs haben könnte, ist noch unklar. Historisch gesehen, folgen auf größere Bewegungen der PlusToken allerdings Kurseinbrüche.

Diese Bewegung erfolgt eine Woche, nachdem EOS-Token im Wert von 67 Millionen US-Dollar bewegt worden, die ebenfalls mit PlusToken in Verbindung stehen.

Analysten haben lange über die Auswirkungen der Auszahlung dieser unrechtmäßig erworbenen Gewinne spekuliert. Das Blockchain-Analytikunternehmen Chainalysis fand im vergangenen Dezember heraus, dass der Transfer von über 180 Millionen Dollar in BTC von PlusToken-Adressen wahrscheinlich den damaligen Bitcoin Kurs zum Einsturz brachte. Droht nun ähnliches nur diesmal mit Ethereum als Katalysator?

Bitcoin Miner sorgen für Verkaufsdruck durch Liquidation an Börsen

Hinzu kommt, dass der Abfluss von BTC aus den Wallets der Bitcoin Miner sprunghaft angestiegen ist. Die meisten BTC haben dabei ihren Weg zu Bitcoin Börsen gefunden.

Der Nettofluss von Bitcoins in oder aus Mining-Adressen fiel am Dienstag auf -2.935 BTC und erreichte laut Glassnode den niedrigsten Stand seit Juni 2019. Anders ausgedrückt: Die Wallets der Bitcoin Miner verzeichneten den höchsten Abfluss von BTC seit einem Jahr.

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Abb.1: Der Nettoflow von BTC auf bekannten Bitcoin Miner Adressen. Quelle: Glassnode.

In Folge des großen Peaks der Abverkäufe von BTC seitens der Miner im Juni 2019 wurde der Markt von einem massiven Einbruch heimgesucht, bei dem der Bitcoin Kurs von seinem Hoch von knapp 14.000$ auf zwischenzeitlich rund 6.450$ einbrach. Dies entsprach einem Wertverlust von 7.400$ bzw. 53,5% und der Bärenmarkt hielt 6 Monate an.

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Abb.2: Bitcoin Kurs Abverkauf nach dem Peak in BTC Verkäufen seitens der Miner im Juni 2019.

Der Crypto-Analyst Cole Garner twitterte ebenfalls über die Entwicklungen und schrieb:

Es hat über Nacht einen großen Anstieg der Abflüsse bei Minern gegeben, ich erwarte eine ganze Reihe von Verkäufen, die sehr bald beginnen.

Das Nettoabflussvolumen der Miner sagt jedoch nichts darüber aus, ob die BTC zur Liquidation an die Börsen geschickt oder im Rahmen eines außerbörslichen Geschäfts verkauft wurden.

Eine andere Kennzahl, die den Abfluss von BTC aus den Wallets der Miner zu den Bitcoin-Börsen verfolgt, zeigt jedoch, dass fast 97% des gesamten Abflusses von 2.935 BTC aus den Adressen der Bitcoin Miner am Dienstag bei den betreffenden Börsen eingezahlt wurden.

Bitcoin Miner BTC Transaktionen zu Börsen

Abb.3: BTC Transaktionen von Bitcoin Minern an Börsen. Quelle: Glassnode.

Die Gesamtzahl von 2.844 BTC, die an Börse ging, war die höchste seit dem 26. März. Das ist ein gewaltiger Anstieg. Zum Vergleich: Am Montag wurden nur 404 BTC an den Börsen hinterlegt.

Mit dem plötzlichen Anstieg der Zahl der BTC, die an den Börsen zum Verkauf angeboten werden, scheint der Bitcoin Kurs anfällig für einen spürbaren Preisrückgang zu sein.

Bitcoin-Optionen vor einem Rekord-Verfallsdatum von $1 Milliarde

Die Derivate von Bitcoin (BTC) wachsen trotz des leichten Spot-Handels in den letzten zwei Monaten weiter an. Der Optionsmarkt für Kryptowährungen ist nun auf dem Weg zu einem monatlichen Verfallsdatum von 1 Milliarde Dollar an diesem Freitag.

Es gibt ca. 115.00 Optionskontrakte (Nominalwert von über 1 Milliarde Dollar), die am 26. Juni an den wichtigsten Börsen (Deribit, CME, Bakkt, OKEx, LedgerX) nach Angaben des Forschungsunternehmens Skew auslaufen werden.

Open Interest BTC Options im Juni 2020

Abb.4: Open Interest beim BTC Options-Handel. Quelle: Skew.

Optionen sind Derivatkontrakte, die den Käufern das Recht, aber nicht die Verpflichtung geben, den zugrunde liegenden Vermögenswert zu einem vorher festgelegten Preis an oder vor einem bestimmten Datum zu kaufen oder zu verkaufen. Eine Kaufoption gibt das Recht zum Kauf, und die Verkaufsoption stellt das Recht zum Verkauf dar. Mit Optionen können Händler also bullishe oder bearishe Wetten auf Kontrakte auf verschiedenen Preisniveaus abschließen, die als strikes bezeichnet werden und in verschiedenen Monaten ablaufen.

Der Verfall von Optionen kann die Richtung des Marktes über einen Prozess beeinflussen, der als „Pinning“ bekannt ist, bei dem Optionshändler versuchen, den Spot-Preis zu bewegen, um starke Verluste zu vermeiden. Historische Bitcoin Kurs Dumps in Verbindung mit dem Auslauf von Options-Kontrakten war daher des öfteren schon Gegenstand von diversen Untersuchungen, die genau auf eine solche Korrelarität mit einem „nicht natürlichen Ursprung“ hindeuten.

Möglicher Aktien-Crash könnte den Bitcoin Kurs mit runter reißen

Der erstaunliche Anstieg des Aktienmarktes seit dem Coronavirus-Crash stellt keine altmodische Marktrealität dar. Die Federal Reserve (FED) und die US-Regierung haben Unmengen an Geld in die Wirtschaft gepumpt, um die Märkte künstlich am Leben zu halten. Während die Stromstöße das tote Fleisch noch zum Zucken bringen, erscheint es den Beobachtern so, als sei der Organismus lebendig, dabei hat er in Wahrheit schon längst das Zeitliche gesegnet. Spätestens in dem Moment, in dem die Stromschocks und das damit verbundene Zucken aufhören, wird jedem die schmerzliche Realität bewusst.

Diese traurige Erkenntnis könnte sich schon bald anbahnen, denn laut Forbes hat die FED verkündet, dass sie nicht mehr vorrangig auf den Aktienmarkt achten wird, um nun die sterblichen Überreste des Kreditmarktes mit den nötigen Stromschlägen zu versorgen.

Ein Ausbleiben der Stimuli seitens der FED, gibt einer Korrektur am Aktienmarkt eine höhere Wahrscheinlichkeit. Der Markt ist offensichtlich aufgeblasen und ohne neues Geld, um die Öfen zu befeuern, könnte ihm schon bald die Luft ausgehen. Denn vor der Realität kann man vielleicht zwischenzeitlich davon sprinten, aber früher oder später holt sie einen wieder ein, denn die Realität hat immer den längeren Atem.

Berücksichtigen wir dabei die starke Korrelation zwischen den Aktienmärkten und dem Bitcoin Kurs, die seit dem März-Crash drastisch zugenommen hat, könnte ein dortiger Markteinbruch ebenfalls die Crypto-Märkte heimsuchen.

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Bildquelle: Shutterstock

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