Was ist eine steigende umgekehrte Keilformation

Chartmuster, Handel

Steigende umgekehrte Keil-Formation: So erkennst du das Chartmuster und tradest es richtig

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Von Mister Coinlover-Mai 13, 2020

Eine steigende umgekehrte Keil-Formation ist nicht selten, aber eine eher weniger bekannte Chartformation. Dem wollen wir aber heute und hier Abhilfe schaffen!

Übersicht

Art:

  • Umkehrmuster

Fehlerquote:

  • 24%, nach Ausbruch 6%

Erreichung des Mindestkursziels:

  • 69%

Performance:

  • durchschnittl. 20%
  • wahrscheinlichste 10%

Dieses Chartmuster nennt sich ansteigende umgekehrte Keil-Formation, da sie dem steigenden Keil optisch ähnelt. Der wesentliche Unterschied ist hier allerdings, dass die Trendlinien nicht enger sondern breiter werden. Allerdings gibt es neben der Optik noch eine weitere Ähnlichkeit. Bei beiden Chartmustern handelt es sich um eine bearishe Chartformation. Das heißt, dass bei einer richtigen Ausbildung dieser Formation mit einem Ausbruch nach unten zu rechnen ist.

Damit ist eine steigende umgekehrte Keil-Formation das bearishe Pendant zu einer fallenden umgekehrten Keil-Formation.

In diesem Artikel werde ich dir verraten, welche Eigenschaften steigende umgekehrte Keil-Formationen aufweisen, wie zuverlässig sie sind und wie du sie am Besten handelst. Fangen wir also an und werfen einen Blick darauf, was die steigende umgekehrte Keil-Formation alles zu bieten hat.

Die statistischen Auswertungen der hier behandelten Chartformation stammen aus der Enzyklopädie der Chartmuster von Thomas N. Bulkowski. Dieses Buch ist ein mächtiges Werkzeug für jeden ambitionierten Trader und basiert ausschließlich auf Daten.


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So kannst du eine steigende umgekehrte Keil-Formation identifizieren

Diese Formation weist einige unverwechselbare Merkmale auf, was eine Identifikation recht einfach macht. Ihr Gesamtbild ähnelt nämlich einem Megaphon, das nach oben geneigt ist.

Bei der steigenden umgekehrten Keil-Formation tendieren die Kurse nach oben. Die obere Trendlinie ist allerdings stärker nach oben geneigt, als die untere. Trotzdem ist auch die untere Trendlinie steigend, was dieses Chartmuster von rechtwinkligen und symmetrischen Chartmustern unterscheidet. Die Distanz zwischen den Hochs und Tiefs innerhalb der Formation wird also größer.

So identifizierst du eine steigenden umgekehrten Keil-Formation

Abb.1: Beispielhafter Verlauf einer steigenden umgekehrten Keil-Formation

Im besten Fall werden sowohl die obere wie auch untere Trendlinie jeweils mindestens drei Mal berührt, bzw. der Kurs sollte diesen zumindest sehr nahe kommen. Abb. 1 zeigt ein exemplarisches Beispiel einer steigenden umgekehrten Keil-Formation.

Ein vorübergehender Anstieg am Ende der Formation, wie in der folgenden Abbildung, ist ein zuverlässiges Signal dafür, dass ein Ausbruch nach unten bevorsteht.

steigende umgekehrte Keilformation - voruebergehender Kursanstieg mit einem vorübergehenden Kursanstieg

Abb.2: Auf vorübergehende Kursanstiege folgen oftmals Ausbrüche nach unten

In einem solchen Fall berührt der Kurs die untere Trendlinie, steigt anschließend wieder an und dreht erneut um, bevor er die obere Trendlinie erreicht hat. Auf einen solchen vorübergehenden Anstieg erfolgt in 84% der Fälle ein Ausbruch nach unten. Es muss allerdings darauf geachtet werden, dass ein vorübergehender Anstieg auf der unteren Trendlinie beginnt. Zu einem vorübergehenden Anstieg kommt es aber nur in rund 18% der Fälle.

Der Volumenverlauf verhält sich zudem anders als bei einem „normalen“ steigenden Keil. Denn hier steigt das Volumen in der Regel innerhalb der Formation leicht an. Das ist nicht immer gleich leicht zu erkennen, da der Volumenverlauf auf den ersten Blick unruhig erscheint. Das kommt daher, dass das Volumen bei Hochs ansteigt und bei Tiefs wieder abnimmt. Allerdings ist dieses Volumenmuster nicht häufig genug, um als entscheidend zu gelten.

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Die richtige Trading Strategie für eine steigende umgekehrte Keil-Formation

Du weißt jetzt, wie du eine steigende umgekehrte Keil-Formation identifizierst und welche Eigenschaften sie aufweist. Jetzt sehen wir uns an, wie du das Kursziel richtig berechnest, um die Formation möglichst gewinnbringend zu traden.

Bei vielen Chartmustern wird die Höhe der Formation gemessen, um daraus das Mindestkursziel zu berechnen. Wie bei einem „normalen“ steigendem Keil verhält es sich bei einer steigenden umgekehrten Keil-Formation aber anders. Auch hier wird das tiefste Tief (A) in der Formation als Mindestkursziel anvisiert. Dieses wird in 61% der Fälle erreicht. Damit ist weder das Mindestkursziel noch die Wahrscheinlichkeit, dass dieses erreicht oder überschritten wird, allzu berauschend.

steigende umgekehrte Keilformation und die Berechnung des Mindestkursziels

Abb.3: So berechnest du das Mindestkursziel

In 76% der Fälle löst sich eine steigende umgekehrte Keil-Formation nach unten auf. Das mag viel klingen, aber im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass jede vierte Formation scheitert. Um die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Formation zu steigern, sollte der Durchbruch der unteren Trendlinie abgewartet werden. Danach scheitern lediglich nur noch 6% der Formationen.

Merke:
Ein guter Weg, um die Performance des Trades zu verbessern, ist der Einstieg nach einem vorübergehenden Anstieg, sofern dieser auftritt und erkannt wird.

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