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Ripple News: SBI Asia CEO erwartet bis 2021 größere ODL-Expansion, während Ripple und XRP in verschiedene Richtungen aufbrechen

Von Mister Coinlover-Juni 23, 2020

Asien könnte das nächste Testfeld sein, das Ripple mit ihrem Korridor für grenzüberschreitende Zahlungen erreichen könnte.

In einem Interview auf dem YouTube-Kanal „Thinking Crypto“ am 18. Juni sagte Adam Traidman, CEO von SBI Ripple Asia, einer Tochtergesellschaft des japanischen Finanzdienstleistungsriesen SBI Holdings, dass Ripple damit begonnen hat, seine On-Demand-Liquiditätslösung (ODL) in Asien einzuführen.

Laut Traidman hat SBI Ripple Asia „begrenzte Test- und Pilotprojekte“ mit verschiedenen Unternehmen für den Zahlungskorridor von Ripple gestartet, wobei für 2021 eine größere Expansion prognostiziert wird. In dem Interview sagte Traidman:

Ich gehe davon aus, dass die Dinge wahrscheinlich noch in diesem und im nächsten Jahr in eine breitere Produktionspalette übergehen werden. Ich erwarte, dass  Rimessen-Unternehmen, die in ihrem Wachstum aufgrund von Vorfinanzierungsanforderungen eingeschränkt waren, viel Kapital besitzen – sie werden viel mehr Flexibilität haben.

Ripple & XRP machen Überweisungen günstiger und schneller

Die ODL-Lösung von Ripple in dem der native Token XRP als Brückenwährung zum Einsatz kommt, kann die Kosten und die Lieferzeit für grenzüberschreitende Überweisungen, die oft mehr als einen Werktag zur Abwicklung benötigen, effektiv reduzieren. Laut Traidman eliminiert dies die Belastung durch Währungsschwankungen und Vorfinanzierungsanforderungen bei Überweisungen.

Er sagt jedoch auch, dass dies nicht für jedes Land die beste Lösung sei:

In Japan ist es sehr teuer, Geld zu überweisen. In den USA ist es nicht so teuer. Deshalb sieht man auch nicht, dass Ripple das ACH [Automated Clearing House] in den USA gerade jetzt ersetzt. Die [ODL]-Technologie eignet sich viel besser für grenzüberschreitende Zahlungen, wo die Kosten sehr viel höher sind […] Ripple’s Technologie ist in Asien großartig und in Südamerika sehr erfolgreich.

Ganz im Gegensatz zu großen Teilen der Wirtschaft, scheint die Coronavirus Pandemie der Firma Ripple und der zugehörigen XRP-Infrastruktur nicht geschadet zu haben. Das kann man zumindest den Aussagen des Ripple CEOs Brad Garlinghouse in einem Update zur Marko-ökonomischen Aussicht für Ripple entnommen werden.

Begründet ist das in den Zahlen von Ripple, die eine starke Entwicklung vom 4. Quartal 2019 zum 1. Quartal 2020 zeigen. Verantwortlich dafür soll beispielsweise der Faktor der zunehmenden Digitalisierung sein, den die Corona-Krise in allen möglichen Bereichen beschleunigt hat.


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Die Nutzung des ODL-Netzes nimmt in jedem Fall zu. Das ODL-Zahlungsnetzwerk von Ripple verdreifachte sein Transaktionsvolumen im 1. Quartal 2020, während der über ODL abgewickelte USD-Wert um mehr als 294% zunahm.

Die Nutzung der RippleNet-Plattform wird Berichten zufolge die Liquiditätskosten im Vergleich zu traditionellen Banklösungen um bis zu 60% senken.

Ripple’s Anwendungsfälle finden weltweiten Anklang

In Asien nutzen bereits viele Länder das blockchain-basierte Finanzdienstleistungsnetzwerk RippleNet für grenzüberschreitende Zahlungen.

Eine Gruppe südkoreanischer Geldtransfer- und Überweisungsunternehmen hat sich Zahlungsnetzwerk bereits im Februar diesen Jahres angeschlossen, um den Rimessen-Markt im Land zu stärken.

In einer Ankündigung vom 25. Februar gab Ripple zudem bekannt, dass die in Südkorea ansässigen Geldtransfer-Dienstleister Sentbe und Hanpass sowie WireBarley, ein Unternehmen für mobile und Online-Geldüberweisungen, mit der Nutzung der RippleNet-Plattform begonnen haben. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Überweisungen in Korea zu verbessern.

Nach Angaben der Weltbank beliefen sich die Überweisungen von Arbeitnehmern in Südkorea im Jahr 2018 auf über 6,2 Milliarden US-Dollar.

Quelle: Weltbank

Das wichtigste Zielland für auswanderungsbedingte Rücküberweisungen von Südkoreanern war Statistika zufolge die Vereinigten Staaten, die mehr als 50% der Gesamtzahl der Rücküberweisungen ausmachten, gefolgt von Malaysia an zweiter Stelle.

Zusätzlich zu den drei Partnerschaften in Südkorea hat RippleNet auch seine Zusammenarbeit mit dem in London ansässigen Überweisungsdienst Azimo angekündigt. Die Unternehmen hatten beschlossen, einen On-Demand-Liquiditätskorridor zu den Philippinen zu eröffnen, wobei XRP als Brückenwährung dient.

Richard Ambrose, CEO von Azimo, kommentierte die Partnerschaft mit den Philippinen:

Die ODL-Lösung von Ripple hat die Kosten und die Lieferzeit für grenzüberschreitende Überweisungen erheblich reduziert, und unsere Kunden sehen die Vorteile.

Ripple verkündete im April zudem, dass Azimo und SCB die Technologie von Ripple für Sofort-Zahlungen nach Thailand nutzen. Nach Angaben der Weltbank ist Thailand mit 6,7 Milliarden Dollar, die jedes Jahr aus dem Ausland eingehen, eines der wichtigsten Rimessen-Ziele weltweit.

RippleNet nahm auch bereits im Februar die in Bangladesch ansässige Bank Asia und Mexican International Money Express an Bord, ein Geldüberweisungsunternehmen, das sich auf den lateinamerikanischen und karibischen Korridor konzentriert.

Eine weitere wichtige Finanzinstitution, die in diesem Monat mit RippleNet zusammenarbeitete, war die Nationalbank von Ägypten, die angeblich hofft, neue Märkte zu erschließen und ihr Überweisungsgeschäft insbesondere in der Golfregion zu unterstützen und auszuweiten.

Gleichzeitig kündigte der Überweisungsgigant MoneyGram einen neuen Dienst an, der es ermöglicht, Geld in Echtzeit auf der Grundlage von Visa’s Direct Original Credit Transaction zu senden. Die Lösung ermöglicht es den Benutzern von MoneyGram, Geldbeträge per Debitkarteneinzahlung auf Bankkonten zu überweisen.

Die kürzlich veröffentlichte Cloud-basierte Plattform soll zudem Banken und Finanzinstitutionen dabei helfen, sich an das Netzwerk von Ripple anzuschließen. Nach eigenen Angaben haben sich in den letzten sechs Monaten bereits mehr als 80% der neuen RippleNet-Kunden für die Cloud-Bereitstellung entschieden und 30% aller RippleNet-Zahlungen werden jetzt über die RippleNet-Cloud gesendet und/oder empfangen.

Als letztes reihte sich die Banco Rendimento, die volumenstärkste Bank Brasiliens, in die Namen von RippleNet Cloud-Kunden ein. Damit steht Ripple in diesem Markt in direkter Konkurrenz zu Facebook, die sich ebenfalls im brasilianischen Rimessen-Markt mit ihrem Produkt WhatsApp Pay breit machen.


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Angesichts dessen wundert es nicht, dass CNBC Ripple für eines der 50 disruptivsten Startups der Welt hält. In einer Liste aus 50 solcher potentiellen Giganten der Zukunft hat es das Unternehmen aus San Francisco immerhin auf Platz 28 geschafft, während mehr als 1.000 Jungunternehmen hinsichtlich ihrer Eignung in Betracht gezogen wurden.

XRP Kurs kann mit den Erfolgen von Ripple nicht mithalten

Während es wohl kaum jemand gibt, der dem Unternehmen Ripple seinen Erfolg absprechen möchte, sieht es bei dem Token XRP leider ganz anders auch.

Tatsächlich spiegelt der XRP Kurs und sein Verlauf in keiner Weise die positive Entwicklung rundum Ripple wider. Ganz im Gegenteil, denn dieser befindet sich in einem nicht enden wollenden Abwärtstrend, der durch die jüngsten Ereignisse sogar verschärft worden sein könnte.

Der XRP Kurs ist nämlich aus seiner symmetrischen Dreieck-Formation ausgebrochen. Diese ist gut durch ihre aufeinander zulaufenden Trendlinien, zwischen denen der Preis hin und her verläuft, und dem währenddessen stetig abnehmenden Volumen gut zu erkennen.

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Der Theorie der technischen Chartanalyse folgend, ergibt sich für den XRP Kurs ein Mindestkursziel von 0,1118$, welches in 79-81% der Fälle erreicht oder überschritten wird. Dieses Kursziel liegt zudem 40% unter dem aktuellen Preis von 0,1888$ pro XRP Token.

Damit wird der Leitspruch „XRP the standard“ immer mehr zur schmerzlichen Farce für alle XRP Investoren. Denn während Ripple mit der zunehmenden Adoption von seiner Technologie eine Wertsteigerung für XRP impliziert, zeigt sich immer mehr, dass das eine mit dem anderen offensichtlich nichts zu tun hat.

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