Der Abgeordnete Ted Budd erschien bei MakerDAOs Maker Speaker Series, um über DeFi, Kryptowährungen und Regulierungen zu sprechen. Dabei verriet er spannende Einblicke direkt aus der Mitte der US-amerikanischen Gesetzgeber.

Kryptowährungen waren in den letzten Wochen ein großes Gesprächsthema in Washington. Finanzministerin Janet Yellen und der Fed-Vorsitzende Jerome Powell treffen sich aktuell hinter verschlossenen Türen, um die Gefahren von Stablecoins zu diskutieren.

Der SEC-Vorsitzende Gary Gensler feuert ebenfalls gegen Kryptowährungen, während die Senatorin Elizabeth Warren zu strengeren Regulierungen aufruft.

Repräsentant Ted Budd ist ein Mitglied des House Financial Services Committee und des Congressional Blockchain Caucus. Auch er ist der Meinung, dass es für die Gesetzgeber im Repräsentantenhaus zu heiß wird.

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Kryptowährungen und DeFi macht einigen Angst

Bei der gestrigen Maker Speaker Series, die vom Ethereum-basierten Kreditprotokoll MakerDAO gesponsert wird, erklärte er:

Es gibt einige auf der Senatsseite und einige auf der Repräsentantenhausseite, die sich fürchten. Besonders wenn es um Währung, die Blockchain, dezentralisierte Finanzen und deren Entwicklung geht… Wird es unsere nationale Souveränität verletzen? Wird es den Dollar destabilisieren? Ist es eine Bedrohung für die nationale Sicherheit?

Budd zur Folge gibt es sogar einige Abgeordnete, die eine klare Linie gegen Kryptowährungen fahren. Sie deklarieren sie als eine eindeutige Bedrohungen.

Es gibt sogar einige Abgeordnete im Repräsentantenhaus, die nicht allzu weit von mir entfernt im Ausschuss für Finanzdienstleistungen sitzen und Blockchain im Grunde als ein finanzielles 9/11 bezeichnen würden.

Obwohl Repräsentant Budd keine Namen nannte, haben sich mehrere Mitglieder des Ausschusses als Skeptiker von Kryptowährungen positioniert. Dazu gehören die Vorsitzende Maxine Waters und Repräsentantin Rashida Tlaib.

Die Vorsitzende Waters hat das Office of the Comptroller of the Currency aufgefordert, die Regeln aufzuheben, die Crypto-Asset-Custodians eine Bundesbanklizenz ermöglichen. Die Abgeordnete Tlaib hat das STABLE-Gesetz eingebracht. Dieses soll Stablecoin-Emittenten wie Circle dazu verpflichten, eine Banklizenz zu erhalten. Gleichzeitig müssten angemessene Rücklagen im Einklang mit den FDIC-Standards unterhalten werden.

Ich glaube, dass wir uns nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, wenn wir sagen, dass es ziemlich eindeutig ist, welche Interessensgruppen von diesen beiden Damen vertreten werden.

Regulierungen werden kommen, aber dann bitte die richtigen

Zum Glück denken aber nicht alle so, wie beispielsweise Waters und Tlaib. Abgeordneter Budd erkennt nämlich, dass Innovationen innerhalb der dezentralisierten Finanzen (DeFi) weder die Sicherheit der Nation noch ihre wirtschaftliche Stabilität gefährden.

Das Gegenteil ist der Fall. Er ist der Meinung, dass die USA Gefahr laufen, ihren hegemonialen Status zu verlieren, wenn sie sich die neuen Technologien nicht zu eigen machen.

Mir wäre es also lieber, wenn sie sich bei uns entwickeln würde, damit wir einen Rechtsrahmen haben, in dem die Menschen erwarten können, wie die Zukunft aussehen wird und sie sich innerhalb dieses Rahmens entwickeln können.

Natürlich spricht sich Budd genau so wie Warren, Waters und Tlaib für klare Regulierungen aus. Allerdings nähern sie sich dem Thema Kryptowährungen aus zwei völlig verschiedenen Richtungen.

Während letztere Fraktion der Entwicklung Steine in den Weg legen möchte, spricht sich Budd dafür aus, einen regulatorischen Rahmen zu schaffen, in dem Kryptowährungen und DeFi innerhalb der USA florieren können.

Manch einem mag das Thema Regulierungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen grundsätzlich nicht schmecken. Allerdings ist klar, dass mehr Regulierungen kommen werden. Wenn es dann so weit ist, dann doch bitte von Gesetzgebern, die dem Thema aufgeschlossen gegenüber stehen und nicht versuchen, es im Keim zu ersticken.

Letzteres wird sowieso nicht funktionieren und zeugt nur, um es nett zu formulieren, von der Engstirnigkeit und fehlenden Weitsicht einiger Menschen.


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