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Aave Pro soll Institutionen die Tür zu DeFi-Renditen öffnen + AAVE Kurs Prognose

Von Mister Coinlover-Juli 5, 2021

Das führende DeFi-Kreditprotokoll Aave hat Pläne angekündigt, eine abgewandelte Version seiner Plattform für institutionelle Investoren in diesem Monat zu starten. Die Plattform soll das Ergebnis der Partnerschaft mit dem Krypto-Custodian und Service-Provider Fireblocks sein.

Die nächsten Schritte für institutionelles DeFi

Auf der Klatsch und Tratsch Börse Twitter wurde nun von dem Benutzer „TraderNoah“ ein Screenshot geteilt, welcher eine E-Mail zeigt, die laut der dortigen Aussage nach der Teilnahme an Blockwork’s „Next Steps in Institutional DeFi“-Webinar verschickt wurde. Teil des Webinars sollen auch der Aave Gründer und CEO Stani Kulechov, der Fireblocks CEO und Mitbegründer Michael Shaulov und der Galaxy Digital CEO Mike Novogratz gewesen sein.

An diesem Punkt wird es interessant. Denn sowohl während der Konferenz als auch in der E-Mail wurde enthüllt, dass das institutionelle Produkt von Aave, genannt „Aave Pro“, noch in diesem Monat auf den Markt kommen soll.

Es soll die Antwort auf die „umfangreiche Nachfrage von verschiedenen Institutionen“ sein. Doch was ist Aave Pro überhaupt und was ist das Besondere an diesem neuen Produkt?

Was ist Aave Pro?

Aave Pro soll Institutionen und Unternehmen den Zugriff auf DeFi-Renditen auf dem führenden Ethereum-basierten Kreditprotokoll ermöglichen. Hier wird es sich allerdings um eine spezielle und betreute Version von Aave handeln. Der Zugriff wird Interessenten erst erlaubt, wenn „bestimmte Anforderungen“ erfüllt sind.

Anders als bei der eigentlichen Plattform von Aave soll es hier nämlich nicht anonym zugehen. Die Plattform wird ein Whitelisting-Layer zu ihren V2-Smart Contracts hinzufügen, um sicherzustellen, dass ausschließlich „Institutionen, Unternehmen und Fintechs“ auf Aave Pro zugreifen können.

Aave Pro, wie auch andere institutionelle DeFi-Versionen aufstrebender Produkte, soll damit einen privilegierten, autorisierten Zugang für Kunden ermöglichen, die sonst aufgrund von regulatorischen und Compliance-Problemen keinen Zugang zur Welt von DeFi hätten.

Beim Start soll Aave Pro erst einmal nur vier Assets unterstützen: BTC, ETH, AAVE und USDC. Die dortigen Pools werden allerdings von den restlichen Aave-Produkten separiert.

Sowohl der KYC-Prozess wie auch eine Implementierung von Anti-Geldwäsche und Anti-Betrugs-Kontrollen für Aave Pro sollen von Fireblocks beaufsichtigt werden. Laut der E-Mail wird zudem an Plänen gearbeitet, um die Governance von Aave Pro in Zukunft zu dezentralisieren.

Aave Partner Fireblock sorgt für gemischte Gefühle

Der Screenshot sorgte für gemischte Reaktionen auf Krypto-Twitter. Einige betonten, dass Aave Pro einen Zugang für Institutionen bietet, um auf einer tieferen Ebene mit DeFi zu interagieren. Andere hingegen äußerten Bedenken bezüglich der Beteiligung von Fireblocks.

Gegen das Unternehmen besteht eine laufende Klage des Staking-Anbieters StakeHound aufgrund des Verlustes der Private Keys zu einer Wallet, die ETH im Wert von 72 Millionen Dollar enthält. StakeHound behauptet in seiner Anklage, dass Fireblocks fahrlässig gehandelt hat und die Gelder deshalb verloren gegangen sind und nicht wiederhergestellt werden können.

Fireblocks hingegen bestreitet jegliches Fehlverhalten.

Die Schlüssel wurden vom Kunden generiert und außerhalb der Fireblocks-Plattform gespeichert.

Weiter behauptet Fireblock, dass StakeHound das Backup nicht bei einem Drittanbieter gemäß ihrer Richtlinien gespeichert hat.

Laut der Klage war es aber die Nachlässigkeit eines Fireblocks-Mitarbeiters, die dazu führte, dass die Krypto-Assets verloren gingen, ohne dass ein Backup vorhanden war.

Es handelt sich um einen menschlichen Fehler, der von einem Mitarbeiter der Beklagten begangen wurde, der in einer ungeeigneten Arbeitsumgebung arbeitete, die Private Keys der Beklagten, die zum Öffnen der betreffenden digitalen Wallet benötigt wurden, nicht schützte oder sicherte und ohne ersichtlichen Grund die Schlüssel löschte, wodurch der Zugriff auf die digitalen Vermögenswerte des Klägers verhindert wurde.

Wer nun Recht hat, muss das Bezirksgericht in Tel Aviv entscheiden.

Die Zusammenarbeit mit Aave ist allerdings auch nicht das erste Rodeo von Fireblocks, um institutionellem Kapital den Zugang zu DeFi zu ermöglichen. Anfang 2020 hat sich Fireblocks mit Compound zusammengetan, um Dienstleistungen für institutionelle Investoren anzubieten.

AAVE Kurs mahnt zur Vorsicht

Der AAVE Kurs selbst konnte sich zuletzt von seinem lokalen Tief i.H.v. knapp 170$ erholen und verzeichnete in der letzten Woche einen Zuwachs von rund 68%.

Der Chart mahnt allerdings Freunde der dezentralen Kreditplattformen davor, verfrüht ihre Partyhüte aufzusetzen. Der AAVE Kurs hat nämlich zuletzt einen Ausbruch aus seiner Range erlebt und handelt nach wie vor knapp unterhalb von dieser.

AAVE Kurs Prognose

Wer unser YouTube-Debüt und damit das Tutorial über die Wyckoff-Methode gesehen hat, der erkennt schnell, worum es sich hier handelt. Was wir hier sehen, könnte sich schnell als eine Distributionsphase entpuppen.

Letzteres ist zwar noch nicht bewiesen, da es sich in der Theorie auch zu einer Re-Akkumulationsphase entwickeln könnte, allerdings ist für potentielle Investoren in jedem Fall Vorsicht angebracht.

Für Trader hingegen könnte sich ein sehr interessantes Setup ergeben. Sollte es der AAVE Kurs erneut schaffen, in die Range einzutreten, wäre zu erwarten, dass sich der Preis erneut in Richtung der oberen Grenze der Handelsspanne bewegt. Dementsprechend könnte ein geeigneter Einstieg gesucht werden, um sich Long zu positionieren.

Sollte hier allerdings bereits ein bearischer Ausbruch ankündigen, wäre der Last Point of Supply (LPSY) zu identifizieren, um sich entsprechend an dieser Stelle Short am Markt zu positionieren.

Wir behalten das aktuelle Setup beim AAVE Kurs in jedem Fall im Auge und werden dich weiterhin über die Preisentwicklung informieren.


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