Die aktuelle Ethereum News kommt von Vitalik Buterin selbst. Auf Twitter veröffentlichte dieser ein Diagramm, welches die Roadmap für seine neue Schöpfung zeigt. Nach dem Merge folgen nun weitere Updates, wobei das sogenannte Scourge-Update für mehr Zensurresistenz sorgen soll.

Neue Updates für Ethereum 2.0

Die Entwicklung an Ethereum ist noch lange nicht abgeschlossen. Nachdem die Blockchain im Zuge des Merges zu Proof of Stake gewechselt ist, wollen sich die Entwickler nun auf die Zensurresistenz und die Dezentralität der zweitgrößten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung fokussieren. Auf Twitter veröffentlichte Vitalik Buterin die grafische Roadmap nach dem letzten Update.

Die neue Roadmap von Ethereum
Quelle: Twitter, Vitalik Buterin

Die nächsten Phase nennt sich Surge, gefolgt von dem ominösen Scourge (zu Deutsch: Geißel), dann kommt der Verge, schließlich der Purge und zuletzt der Splurge. Lediglich Scourge war bislang der Öffentlichkeit nicht bekannt.

Zum Surge-Update gehört die Beschleunigung der Blockchain auf 100.000 Transaktionen pro Sekunde. Beim „Geißel-Update“ handelt es sich um eine Neuerung, welches sich zwischen Surge und Verge platziert. Ziel dieses Updates ist es, Zentralisierungstendenzen und Angriffen auf das Protokoll durch glaubwürdige und neutrale („credibly neutral“) Transaktionen vorzubeugen. Eine solche glaubwürdig neutrale Transaktion sei nach Vitalik Buterin eine Transaktion, welche nicht diskriminiert.

Was genau die Geißel bewirken soll, ist bislang nicht klar. Vorgeschlagen wurde unter anderem eine „Partial Block Auction“, bei der der Schöpfer des nächsten Blockes nur über bestimmte Inhalte entscheiden darf. Teil des Updates könnte auch die Einführung von Flachbots Single Unifying Auctions for Value Expression (SUAVE) sein, welches von Ethereums Forschungs- und Entwicklungsabteilung konzipiert wurde. Buterin bestätigte jedoch die Einführung der SNARK-Technologie (Succinct Non-Interactive Argument of Knowledge). Diese Technologie soll die Privatsphäre auf Ethereum erhöhen. Schließlich gibt es noch Überlegungen zu einem besseren Schutz gegen Quanten-Computer.

Zentralisierungstendenzen nach dem Merge

Die Dezentralität von Ethereum post-Merge wurde zunehmend in Frage gestellt. So etwa stellen „Maximal Extractable Value“ (MEV) eine Bedrohung dar. Diese erlauben es Validatoren, vor allen anderen zu entscheiden, welche Transaktionen im Block auftauchen und in welcher Reihenfolge. Das hat dazu geführt, dass einige Teilnehmer im DeFi-Bereich einen unfairen Vorteil hatten. Zudem erhöht das den Grad der Zentralisierung, da einige Akteure über mehr Entscheidungsgewalt verfügen.


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Die Community zeigte sich auch über die Ethereum News besorgt, nach der rund 74 % (Stand November 2022) der nach dem Merge geschaffenen Blöcke den Standards des Office of Foreign Assets Control (OFAC) entsprechen. Damit können diese Blöcke der Zensur zum Opfer fallen. Dieselbe Behörde spielte schon eine gewichtige Rolle bei der Sperrung von Tornado Cash. Nicht lange nach der Sperrung meldete sich auch Anthony Sassano, Gründer vom The Daily Gwei, auf Twitter zu Wort und erhob die Zensurresistenz zum höchsten aktuellen Ziel.


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