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69.000 Bitcoin verschwinden im Darknet und schreiben traurige Geschichte

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Von Mister Coinlover-Juni 24, 2021

Bitcoin (BTC) im Wert von Milliarden ist Berichten zufolge zusammen mit den Betreibern der südafrikanischen Krypto-Firma AfriCrypt verschwunden. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob wir es hier mit einem der größten Betrügereien oder aber größten Hacks in der Geschichte zu tun haben.

Renditen lockten Bitcoin im Wert von Milliarden an

Rund 69.000 Bitcoin sind von einer südafrikanischen Investmentplattform verschwunden. Allerdings nicht alleine. Zusammen mit diesem Vermögen sind auch die zwei Brüder verschwunden, denen die Krypto-Firma gehörte.

Obwohl die Fakten noch vor Gericht bewiesen werden müssen, wäre es laut Bloomberg der größte Fall in der Geschichte, wenn es sich hier um einen Exit-Betrug und nicht um einen Hack handeln sollte. Nutzern zur Folge soll es aber auch bereits im Voraus deutliche Warnsignale gegeben haben. So sollen beispielsweise Renditen von bis zu 10% pro Tag versprochen worden sein.

Hack oder doch Betrug? Das ist hier die Frage

AfriCrypt wurde im Jahr 2019 gegründet und von den Brüdern Ameer und Raees Cajee betrieben. Es hatte Berichten zufolge rund 54 Milliarden Rand im heutigen Wert von 3,8 Milliarden US-Dollar angehäuft und in Bitcoin investiert. Am 13. April wurde dann die Schreckensbotschaft an die bislang ahnungslosen Investoren verschickt. Darin behauptete das Unternehmen, dass die Plattform gehackt worden sei.

Das Unternehmen gab bekannt, dass es den Betrieb einstellen würde, während man „versucht, gestohlene Gelder und kompromittierte Informationen zurückzuholen.“

Die südafrikanische Anwaltskanzlei Hanekom Attorneys hat den Fall nun im Namen der betroffenen Nutzer übernommen. Sie sagten, dass ein böse Vorahnung geweckt wurde, da die Nachricht die Warnung enthielt, dass Kunden zwar den Rechtsweg beschreiten können, aber das Unternehmen sie darum bittet zu beachten, dass dies den Wiederherstellungsprozess nur verzögern würde. Hanekom Attorney erklärte:

Wir waren sofort misstrauisch, da die Ankündigung die Investoren dazu aufforderte, keine rechtlichen Schritte einzuleiten.

Die Anwaltskanzlei behauptete auch, dass „Africrypt-Mitarbeiter sieben Tage vor dem angeblichen Hack den Zugang zu den Back-End-Plattformen verloren haben.“ Die Brüder sollen die 69.000 BTC, die nach dem jüngsten Preissturz immerhin noch stolze 2,2 Milliarden Dollar wert sind, von den Konten und Kunden-Wallets von AfriCrypt transferiert und die Gelder „verschiedenen Dark-Web-Tumblern und -Mischern zugewiesen haben, was zu einer starken Fragmentierung führte“, um die Gelder unauffindbar zu machen. Die Anwaltskanzlei hat den Fall einer Eliteeinheit der nationalen Polizei, die sogenannten „Hawks“, gemeldet.

Der südafrikanische Gauteng South High Court hat eine vorläufige Liquidationsanordnung gegen die Cajee-Brüder erlassen und ihnen eine Frist bis zum 19. Juli 2021 eingeräumt, um auf die Anordnung zu reagieren.

Ein typischer Fall von Gier frisst Hirn

Laut dem afrikanischen Online-Krypto-News-Outlet BitcoinKe, zog AfriCrypt Kunden an, indem sie auf vermögende Investoren abzielten und sie dazu drängten, ihre Freunde und Bekannten zu empfehlen. Es sollen auch Renditen von bis zu 10% täglich anboten worden sein. Damit wurde die 10%ige monatliche Rendite, die den Nutzern des südafrikanischen Krypto-Ponzi-Schemas Mirror Trading International (MTI) versprochen wurde, weit in den Schatten gestellt.

MTI wurde damals als das größte Ponzi-Schema beschrieben, welches das Land je gesehen hatte. Insgesamt sollen dabei den gutgläubigen Anlegern 23,000 BTC im heutigen Gegenwert von 774 Millionen US-Dollar aus der Tasche gezogen worden sein. Der damalige CEO von MTI, Johann Steynberg, soll Berichten zufolge nach Brasilien geflüchtet sein, um einer Strafe zu entgehen.

Doch wie es scheint sind einige Leute nicht gewillt dazu zu lernen und so ist es leider selbst heute noch Gang und Gebe, dass sich naive Anleger durch versprochene Renditen in verbrecherische Ponzis hereinziehen lassen.

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