Was ist eine gemessene Abwaertsbewegung

Chartmuster, Handel

Wie Gemessene Abwärtsbewegungen profitabel gehandelt werden

Von Mister Coinlover-März 19, 2021

Gemessene Abwärtsbewegungen können extrem profitable Chartmuster sein, allerdings auch nur dann, wenn man weiß, was man tut. 

Übersicht

Art:

  • Umkehrmuster

Fehlerquote:

  • 22%

Erreichung des Mindestkursziels:

  • in 43% übertrifft der 2. den 1. Schub
  • konservatives Kursziel 80%

Performance (beim 2. Schub):

  • durchschnittl. 27%

Die gemessene Abwärtsbewegung ist ein Chartmuster, wie es sich jeder Trader nur wünschen kann, denn sie gibt deutliche Anzeichen, wie tief der Kurs sinken wird. Richtig erraten! Hier handelt es sich um eine bearische Formation und zwar nicht irgendeine, denn hier darf eine signifikante Preisbewegung erwartet werden.

Doch alles kommt natürlich mit seinen Vor- und Nachteilen. So ist das Handeln einer gemessenen Abwärtsbewegung ein risikoreiches Unterfangen, wenn der Trader nicht weiß, was er tut und worauf er sich hier einlässt. Daher schauen wir uns an, wie du dieses Chartmuster zuverlässig identifizieren kannst, wie seine Performance aussieht und was es hier alles zu beachten gilt. Legen wir also los und schauen uns an, was gemessene Abwärtsbewegungen so besonders macht.

Die statistischen Auswertungen der hier behandelten Chartformation stammen aus der Enzyklopädie der Chartmuster von Thomas N. Bulkowski. Dieses Buch ist ein mächtiges Werkzeug für jeden ambitionierten Trader und basiert ausschließlich auf Daten.


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So identifizierst du eine gemessene Abwärtsbewegung richtig

Eine gemessene Abwärtsbewegung beginnt mit dem Erreichen eines neuen Hochs. Daraufhin fällt der Kurs schnell und gradlinig in einem Trendkanal. Zu moderat fallende Kurse sollten hier gemieden werden, bzw. es sollte untersucht werden, ob es sich hier nicht um eine abgerundete Trendwende handelt. Dieser plötzliche Kurseinbruch ist der erste Schub.

Darauf folgt die Korrekturphase, in welcher der Kurs in der Regel 40-60% des Verlustes, verursacht durch den ersten Schub, wieder gut macht. Von Zeit zu Zeit kann die Kursentwicklung in dieser Phase auch seitwärts verlaufen. In keinem Fall darf er aber das vorige Hoch übersteigen.

Die nächste Phase ist der 2. Schub, welcher in der Regel einen sehr ähnlichen Verlauf wie der 1. Schub nimmt. Das heißt, auch hier kommt es zu einer weiteren schnellen Abwärtsbewegung in einem Trendkanal. Abb.1 stellt beispielhaft den Kursverlauf bei einer gemessenen Abwärtsbewegung dar.

Chartmuster, gemessene Abwaertsbewegung (Measured Move Down)

Abb.1: Beispielhafter Verlauf einer gemessenen Abwärtsbewegung

Oftmals taucht dieses Chartmuster am Ende eines Aufwärtstrends als Trendumkehr auf. Ab und an fungiert es aber auch als Konsolidierung in einem größeren Abwärtstrend. Gemessene Abwärtsbewegungen kommen sehr häufig vor und bieten damit allerlei gute Trading-Gelegenheiten. Daher wollen wir uns im folgenden Kapitel anschauen, wie man solche am besten Handeln kann.

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Das solltest über gemessene Abwärtsbewegungen wissen

Wir wissen jetzt, wie eine gemessene Abwärtsbewegung zielsicher identifiziert werden kann. Nun schauen wir uns an, was es über die Performance des Chartmusters zu wissen gibt.

Um ein Mindestkursziel für die Formation zu berechnen, wird zu erst das Hoch (A) vor dem 1. Schub bestimmt. Von diesem wird der Abstand zum Tief (B) nach dem 1. Schub gemessen. Diese Differenz wird vom höchsten Hoch innerhalb der Korrekturphase (C) abgezogen, um das Kursziel (D) zu erlangen. Kurz gesagt, wird davon ausgegangen, dass der 2. Schub genauso stark ausfällt, wie der 1. Schub. Abb.2 verdeutlicht die Anwendung der Messregel zur Bestimmung des Mindestkursziels.

Mindestkurszielberechnung bei einer gemessene Abwaertsbewegung (Measured Move Down)

Abb.2: So berechnest du das Mindestkursziel

In 43% der Fälle ist der 2. Schub stärker ausgeprägt, als der 1. Schub. Das bedeutet allerdings im Umkehrschluss, dass dieses Mindestkursziel des öfteren nicht erreicht wird. Zudem weist das Chartmuster mit 22% eine recht hohe Fehlerquote auf. Die durchschnittliche Bewegung durch die Formation beträgt allerdings stolze 36%, wobei der wahrscheinlichste Rückgang zwischen 25% und 40% liegt.

Fairerweise muss allerdings gesagt werden, dass sich diese Werte auf das volle Ausmaß der Formation bezieht, während die meisten Händler wohl erst den 2. Schub handeln werden. Dementsprechend liegt hier die zu erwartende Performance eher bei 20%.

Tipp:
Wer ein konservativeren Weg einschlagen möchte, nehme nur 2/3 des Abstandes zwischen den Punkten A und B, um diesen Wert anschließend von C zu subtrahieren. Dieses konservative Kursziel wird in 80% erreicht oder überschritten.

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