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Verliert Dogecoin Elon Musk als PR Manager? Zentralisierung von DOGE besorgt den Milliardär

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Von Mister Coinlover-Februar 15, 2021

Tesla-CEO Elon Musk rief heute die Top-Halter von Dogecoin dazu auf, einen großen Teil ihrer DOGE zu verkaufen. Zweck dieses Tweets sei eine bessere und gerechtere Verteilung der Altcoin zu erreichen. Tatsächlich zeigt sich, dass große Mengen an DOGE von einigen wenigen gehalten werden.

Verteilung von DOGE ist zu zentralisiert

Berichte deuten darauf hin, dass eine einzelne Einheit über 27% der gesamten Marktkapitalisierung der Kryptowährung von Dogecoin hält. Dies entspricht einem Gegenwert von über 1,94 Milliarden US-Dollar. Die Top 20 DOGE-Adressen halten zudem mehr als 50% des aktuellen zirkulierenden Angebots der Altcoin, also im Gegenwert von über 3,6 Milliarden US-Dollar. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei einem Großteil dieser Adressen um Börsen handelt, die DOGE als Reserve in ihren Cold Wallets halten. Allerdings liegt dafür keine offizielle Bestätigung vor.

Musk machte in seinem heutigen Tweet auf diesen Problem der Zentralisierung aufmerksam und rief seine Follower dazu auf, dass sich dies zum Besseren ändern muss.

Wenn große Dogecoin-Inhaber die meisten ihrer Coins verkaufen, wird es meine volle Unterstützung bekommen. Zu viel Konzentration ist das einzige wirkliche Problem IMO.

Darauf wies auch Bilanz CEO „CZ“ in einem Tweet hin und nannte Dogecoin „irgendwie zentralisiert“.

Dogecoin bald ohne seinen PR Manager Musk

Doch die Zentralisierung des DOGE Angebots könnte ein anscheinend noch größeres Problem für Dogecoin lostreten. Sollte sich diese Zentralisierung des DOGE-Angebots nicht auflösen, könnte der MEME-Coin schon bald sein größtes und wertvollstes Asset verlieren: Elon Musk als sein persönlicher PR Manager.

Dass seine Unterstützung unter diesen Umständen nicht ewig andauern wird, machte der Milliardär klar, als er auf einen Aufruf einer offensichtlich besorgten DOGE-Anhängerin antwortete. Sie wies darin auf das Ultimatum seitens Musks sowie dessen mögliche Konsequenzen für Dogecoin hin und rief die benannten Whale-Adressen auf, entsprechend zu reagieren:

Wenn sie das nicht tun oder „schummeln“, indem sie ihre Coins auf mehrere Wallets verteilen, dann verliert es [Dogecoin] Elons Unterstützung.

Elon antwortete auf diesen Tweet mit einem saloppen „Yup“.

Wäre das Fluch oder Segen?

Dass Elon Musk teil dieses Problems ist, scheint er und viele andere allerdings völlig zu übersehen oder schlichtweg zu ignorieren. Denn während er zweifelsohne mehr Aufmerksamkeit für Dogecoin schafft, sind seine Tweets für viele die Ursache für die Pump & Dumps beim DOGE Kurs. Erfahrene Trader und Großinvestoren nutzen nämlich solche polarisierenden Neuigkeiten, um den Kurs eines Assets künstlich in die Höhe zu treiben und anschließend durch große Verkäufe wieder einbrechen lassen.

Schnell nach oben schnellende Kurse mit einem parabolischen Anstieg sind für unerfahrene Retail-Investoren, was das Licht für viele Insekten ist. Obwohl die Berührung mit diesem ihnen nicht gut tut, können sie nicht anders, als schnurstracks darauf zuzusteuern. Das Resultat ist dabei immer dasselbe: Sie verbrennen sich die Fühler bzw. die Hände.

Was übrig bleibt, ist im übertragenden Sinne ein Scherbenhaufen, der von eben diesen erfahrenen Investoren zu Niedrigpreisen erneut aufgesammelt und wieder notdürftig zusammen geklebt wird, um es beim nächsten Pump & Dump Schema wieder zu Premiumpreisen im Schaufenster für interessierte Hobby-Shopper zum Kauf anzubieten.

Vielleicht ist es also an der Zeit, dass Elon Dogecoin von der Leine lässt.

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