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Raiffeisen Bank testet erfolgreich ihre eigene digitale Währung und steht damit nicht alleine dar

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Von Mister Coinlover-Mai 19, 2020

Eine österreichische Bankengruppe, die Raiffeisen Bank International A.G. (RBI), hat in Zusammenarbeit mit der Fintech-Firma Billon erfolgreich einen digitalisierten nationalen Währungstransfer-PoC getestet.

Laut einer offiziellen Pressemitteilung entwickeln das polnisch-britische Fintech-Unternehmen und die österreichische Bank erste Phasen einer RBI Tokenization Plattform und werden diese für ausgewählte Anwendungsfälle testen.

Das Pilotprojekt soll Berichten zufolge zeigen, wie Unternehmen ihr Liquiditätsmanagement, die Geschwindigkeit und die Verfügbarkeit von länderübergreifenden Geldtransfers mit Hilfe von digitaler Währung verbessern können.

So sagte Stefan Andjelic, Blockchain Hub Lead bei der Raiffeisen Bank International:

Speziell während der COVID-19-Situation müssen Banken mit Fintechs zusammenarbeiten, um schneller innovativ zu sein und Kunden bei der Zahlungsabwicklung und Liquiditätsanforderungen zu helfen.

Die Plattform mit dem Namen RBI Coin wurde ursprünglich von Billon während des Elevator Labs entwickelt. Sie ermöglicht es Finanzinstituten, eine Überweisungsmethode zu wählen, die eine höhere Geschwindigkeit, mehr Gewissheit über den Zahlungsstatus, eine reduzierte Ausnahmebehandlung und die Möglichkeit  Kundenanfragen erheblich zu reduzieren bietet.

Mit dem Versuch der Raiffeisen Bank in die Welt der digitalen Währungen vorzudringen, steht die Bank im europäischen Raum bei Weitem nicht alleine dar. Das prominenteste Beispiel ist hierbei die Europäische Zentralbank (EZB).

Die EZB arbeitet an einer digitalen Einzelhandels-Währung

Yves Mersch, Mitglied des Exekutivdirektoriums der Europäischen Zentralbank, sagte während der Konferenz „Consensus 2020“, dass die Zentralbank an einer „digitalen Währung für das Privatkundengeschäft der Zentralbank“ arbeite. Seinen Angaben zufolge hat die EZB eine Task Force, die an dem Projekt arbeitet, das sich auf die Entwicklung einer CBDC für das Privatkundengeschäft konzentriert.

Mersch sagt, dass die überwiegende Mehrheit der Transaktionen in der Eurozone – etwa 76% – in Bargeld abgewickelt wird, weshalb „die Debatte der EZB über CBDCs daher hauptsächlich analytisch ist“. Er stellt jedoch fest, dass eine CBDC derzeit zwar nicht notwendig sei, dies aber kein ausreichender Grund für die EZB sei, nicht weiter an der Untersuchung und Entwicklung einer eigenen digitalen Währung zu arbeiten, um für den Fall, dass sie diese schließlich ausgeben müsse, gerüstet zu sein.

Mersch ist der Meinung, dass die Priorität der Bank jetzt darin besteht, eine CBDC für Privatkunden statt eines CBDC für Großkunden zu entwickeln, da „eine CBDC für Großkunden, die auf eine begrenzte Gruppe von finanziellen Gegenparteien beschränkt ist, weitgehend „business as usual“ wäre. Eine CBDC für Privatkunden, die für alle zugänglich ist, würde jedoch das Spiel verändern. Daher ist ein CBDC für Privatkunden jetzt unser Hauptschwerpunkt“.

Diese Art von Währung könnte „auf digitalen Token basieren, die dezentral – d.h. ohne ein zentrales Hauptbuch – zirkulieren und eine Anonymität gegenüber der Zentralbank ermöglichen würden, ähnlich wie Bargeld“.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) veröffentlichte im Januar einen Bericht, aus dem hervorging, dass eine große Anzahl von Zentralbanken auf der ganzen Welt an ihren eigenen digitalen Währungen arbeiten. Nach Angaben der BIZ befinden sich die meisten dieser Initiativen jedoch noch im Anfangsstadium der Entwicklung.

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Bildquelle: Shutterstock