Dezentralisierte Stablecoins stehen aktuell im Fokus der Entwicklungen im Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi). Vorangetrieben wird diese Entwicklung von dem Spark Protocol, das mittlerweile sein DAI-Schuldenlimit von 200 Millionen US-Dollar erreicht hat.

Doch nicht nur der Kreditmarkt von MakerDAO verzeichnet ein beeindruckendes Wachstum. Auch crvUSD von Curve und GHO von Aave gewinnen weiterhin an Bedeutung im wettbewerbsintensiven Ökosystem der dezentralen Stablecoins.

Der dezentralisierte Stablecoin-Sektor nimmt Momentum auf

Das Spark Protocol, der Kreditmarkt von MakerDAO, erreichte weniger als zwei Wochen nach der Erhöhung seiner Schuldenobergrenze von 20 Millionen auf 200 Millionen US-Dollar sein DAI-Schuldenlimit.

In einem Tweet vom 15. August verkündete MakerDAO, dass es nur acht Tage gedauert hat, bis die Nutzer ihres Protokolls 180 Millionen DAI ausgeliehen hatten. Nur weniger Tage nach dieser Ankündigung soll laut Blockanalitica die Anzahl von ausgeliehenen DAI sogar 210.124.053,30 $ erreicht und damit die Schuldenobergrenze überschritten haben. Kurz darauf kam es zu einem signifikanten Einbruch von 82,12 Millionen DAI, sodass aktuell nur noch 128,82 Millionen DAI verliehen sind.

Daten zum Spark Protokoll
Quelle: Block Analitica

Das starke Wachstum von Spark kommt zu einer Zeit, in welcher der Wettbewerb unter dezentralisierten Stablecoins merkbar zunimmt. MakerDAO ist darum bestrebt, DAI’s Marktanteil vor konkurrierenden Stablecoins, wie denen von Curve und Aave zu schützen. Dafür erhöhte das Protokoll erst kürzlich seine DAI-Sparrate (DSR) von 3,3 % auf 8 %, um mehr Kapital anzuziehen und die Akzeptanz von Spark und DAI im Bereich von DeFi voranzutreiben.

Erfahre mehr dazu in: MakerDAO lockt mit diesem Schachzug 900.000.000 $ an Kapital an

Mit diesem Schritt verzeichnete MakerDAO einen sofortigen Erfolg, sodass laut Dune Analytics derzeit mehr als 1,48 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten auf dem Spark Protocol hinterlegt sind. Doch auch die Konkurrenz schläft nicht.

crvUSD von Curve Finance meldet sich zurück

Es ist deutlich zu erkennen, dass auch crvUSD, der dezentrale Stablecoin von Curve Finance, an Bedeutung gewinnt.

Am heutigen Tag erreichte das Angebot von crvUSD erneut ein neues Allzeithoch, wobei Nutzer aktuell mehr als 120 Millionen crvUSD gegen hinterlegte Vermögenswerte auf Curve ausgeliehen haben.

Anzahl aktuell ausgeliehener crvUSD auf Curve Finance
Quelle: Curve Finance

Damit verzeichnet der dezentrale Stablecoin von Curve Finance ein merkbares Wachstum, nachdem vor zwei Wochen ein Angriff auf Vyper, die von Curve verwendete Smart-Contract-Sprache, das Vertrauen in das Protokoll erschüttert hatte. Während dieses Angriffes gelang es dem Hacker 25 Millionen US-Dollar aus den Liquiditätspools von Curve abzuziehen.

Die Mehrheit der gestohlenen Vermögenswerte wurde zwar später zurückgegeben, allerdings hatte crvUSD unter dem Vorfall zu leiden. Das Angebot der Stablecoin fiel von 100 Millionen US-Dollar auf ein lokales Tief von 65 Millionen US-Dollar und zwar nur eine Woche nach dem Angriff.

Curve hatte crvUSD erstmals im Mai eingeführt und seine Vermögenswerte sowie die Schuldenobergrenze im Juni erweitert.

Aave’s GHO Stablecoin gewinnt ebenfalls an Fahrt

Die in DeFi berühmt berüchtigte Kreditplattform Aave ist ebenfalls darum bemüht, ihren Anspruch auf den dezentralisierten Stablecoin-Sektor mit der Einführung von GHO vor einem Monat geltend zu machen.

Trotz des noch sehr jungen Lebenszyklus der hauseigenen dezentralen Stablecoin von Aave haben laut Dune Analytics bereits 451 Nutzer der Plattform aktuell 21,47 Millionen GHO-Token geprägt.

Wachstum des GHO Stablecoins von Aave
Quelle: Dune Analytics

Damit weist GHO verglichen mit crvUSD und den DAI in ihren frühen Phasen das schnellste Wachstum auf.

GHO scheint allerdings Schwierigkeiten zu haben, seine Anbindung an den US-Dollar aufrechtzuerhalten. So betrug der Durchschnittspreis von GHO in den letzten 24 Stunden laut Token Logic nur 0,9742 $.


Folge Bitcoin-Bude auf:

Telegram | Twitter | YouTube