Key-Takeaways dieser Krypto News:

  • US-Senator Richard Blumenthal hat eine formelle Untersuchung gegen die Krypto-Börse Binance wegen mutmaßlicher Transfers von 1,7 Milliarden US-Dollar an Iran-nahe Organisationen eingeleitet.
  • Interne Ermittler sollen die Vorgänge identifiziert haben und später entlassen worden sein, Binance weist die Vorwürfe entschieden zurück.
  • Der Fall berührt frühere AML-Verstöße des Gründers Changpeng Zhao und erhöht erneut das regulatorische Risiko für globale Kryptoplattformen.

Ein neuer politischer Vorstoß in Washington bringt die größte Krypto-Börse der Welt erneut unter Druck. Im Zentrum steht der Vorwurf, dass über Binance 1,7 Milliarden US-Dollar an Organisationen mit Iran-Bezug geflossen sein sollen, darunter auch die Houthi-Miliz im Jemen.

Die Brisanz dieser Krypto News liegt nicht nur in der Summe, sondern in der möglichen Verletzung von US-Sanktionsrecht. Für Investoren ist die Entwicklung deshalb relevant, weil sie die Nachhaltigkeit der jüngsten Reputations- und Compliance-Offensive der Krypto-Börse auf den Prüfstand stellt. Gleichzeitig rückt die Frage in den Fokus, wie robust die Kontrollmechanismen internationaler Handelsplattformen nach den milliardenschweren Strafzahlungen der vergangenen Jahre tatsächlich sind. Mehr dazu erfährst du in dieser brisanten Krypto News.

Krypto-Börse im politischen Fadenkreuz: 1,7 Milliarden US-Dollar und der Verdacht auf Sanktionsverstöße

Der demokratische US-Senator Richard Blumenthal, ein führendes Mitglied im Heimatschutzausschuss des Senats, hat laut Berichten eine offizielle Untersuchung eingeleitet. In einem Schreiben an Binance verlangt er detaillierte Auskünfte zu mutmaßlichen Transfers in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar, die von Konten auf der weltweit größten Krypto-Börse an Iran-nahe Organisationen geflossen sein sollen, darunter auch die Houthi-Miliz im Jemen.

Besonders brisant ist der Umstand, dass die mutmaßlichen Verstöße laut Medienberichten von internen Binance-Ermittlern identifiziert worden sein sollen, die später entlassen wurden. Blumenthal fordert daher explizit Unterlagen zur Suspendierung und Kündigung von Compliance-Mitarbeitern und Ermittlern, die auf die angeblichen Sanktionsverstöße aufmerksam gemacht hatten.

Adressat des Schreibens ist Binance-Co-CEO Richard Teng. Der Senator verlangt unter anderem Dokumente zu Geschäftsbeziehungen mit zwei in Hongkong ansässigen Unternehmen, die von den internen Ermittlern als Ursprung der Transfers identifiziert worden sein sollen. Eines der Konten war demnach auf die Hongkonger Gesellschaft Blessed Trust registriert, die als Dienstleister für Binance tätig gewesen sein soll. Laut Medienberichten erklärte ein Binance-Vertreter, die entsprechenden Konten seien im Januar geschlossen und die Zusammenarbeit beendet worden.

In seinem Schreiben formulierte Blumenthal den Vorwurf, Binance habe Warnungen und Empfehlungen ignoriert, um iranische Geldwäscheaktivitäten auf der Plattform zu verhindern. Damit verschärft sich der politische Ton deutlich und rückt mögliche strukturelle Defizite in den internen Kontrollsystemen der Krypto-Börse in den Fokus.

Binance selbst weist die Vorwürfe entschieden zurück. Ein Sprecher erklärte, frühere Berichterstattung sei falsch, man verfüge über strenge KYC- und Compliance-Verfahren, zudem gebe es keine iranischen Nutzer auf der Plattform. Das Unternehmen bekräftigte seine Haltung gegen aus seiner Sicht falsche Behauptungen und verwies auf laufende interne Untersuchungen. Eine vollständige Berichterstattung an das US-Justizministerium sei für den 25. Februar angekündigt.

Die politische Dimension erhält zusätzliche Schärfe durch die Vorgeschichte der Krypto-Börse. Binance-Gründer Changpeng Zhao hatte im November 2023 eingeräumt, gegen US-Geldwäschevorschriften verstoßen und Transaktionen von Kunden aus sanktionierten Ländern, darunter Iran, ermöglicht zu haben. Binance akzeptierte Strafzahlungen in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar und zog sich aus dem US-Markt zurück. Zhao verbüßte eine viermonatige Haftstrafe, bevor er später von Präsident Donald Trump begnadigt wurde.

Vor diesem Hintergrund entfaltet die neue Untersuchung erhebliches Gewicht, da sie die Frage aufwirft, ob die zugesagten strukturellen Reformen tatsächlich greifen oder ob regulatorische Risiken weiterhin systemisch bestehen.

Compliance-Offensive von Binance steht im Kontrast zu neuen Vorwürfen

Bemerkenswert ist der zeitliche Kontext der Anschuldigungen. Erst kürzlich hatte Binance einen umfassenden Compliance-Erfolg kommuniziert. In einem offiziellen Blogbeitrag betonte das Unternehmen Fortschritte beim Ausbau interner Kontrollsysteme, bei der Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden sowie bei der Implementierung strengerer KYC- und AML-Standards.

Laut Binance wurden erhebliche Ressourcen in den Ausbau von Compliance-Teams investiert, zudem verwies die Krypto-Börse auf eine enge Kooperation mit internationalen Ermittlungsbehörden und eine steigende Zahl erfolgreich unterstützter Strafverfolgungsmaßnahmen. Diese Darstellung zeichnet das Bild eines Akteurs, der sich aktiv an regulatorische Anforderungen anpasst und ihre Strukturen professionalisiert.

Prozentualer Kontakt seitens Binance zu sanktionierten Organisationen und Hochrisikogebieten. Bildquelle: Binance Blog

Die nun eingeleitete Untersuchung steht damit in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Selbstbeschreibung der Krypto-Börse. Für Investoren entsteht durch diese Krypto News ein komplexes Bild: Einerseits signalisiert Binance Anpassungsbereitschaft und institutionelle Reife, andererseits bleibt das regulatorische Risiko strukturell präsent.

Wie sensibel Behörden inzwischen auf Marketing, Transparenz und Verbraucherschutz im Kryptosektor reagieren, zeigt auch ein aktueller Fall rund um Coinbase, bei dem britische Behörden einschritten. Die Hintergründe und regulatorischen Implikationen dieses Falls eröffnen eine zusätzliche Perspektive darauf, wie stark der Druck auf zentrale Handelsplattformen inzwischen geworden ist und warum sich ein genauer Blick auf diese Entwicklung lohnt.

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