Es zeichnen sich erneut negative Krypto News am Horizont ab und erneut betrifft es eine Krypto Börse. Doch nicht irgendeine, denn diesmal geht es um Binance und ihren CEO Changpeng Zhao.

Es ist wahrhaftig nicht das erste Mal, dass die weltweit größte Krypto Börse in das Fadenkreuz diverser Staatsanwälte kommt. Doch haben wir es hier mit Säbelrasseln zu tun, um Anleger zu verunsichern oder ist wirklich mehr dahinter?

Krypto Börse im Fadenkreuz jahrelanger Ermittlungen

Hintergrund ist ein aktueller Bericht von Reuters. Ihm zufolge sind “mindestens” ein halbes Dutzend US-Bundesstaatsanwälte davon überzeugt, dass sie genügend Beweise gesammelt haben, um Strafanzeige gegen Changpeng Zhao, auch bekannt unter dem Kürzel “CZ” zu erstatten.

Reuters beruft sich in seinem Bericht auf anonyme Quellen, die mit dem Fall vertraut sein sollen. Die Untersuchung gegen die Krypto Börse begann bereits im Jahr 2018 und konzentriert sich auf die Einhaltung der US-Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche und Sanktionen durch Binance. Einige der mindestens ein halbes Dutzend Bundesstaatsanwälte, die an dem Fall beteiligt sind, glauben, dass die bereits gesammelten Beweise ein aggressives Vorgehen gegen die Krypto Börse und die Erhebung von Strafanzeigen gegen einzelne Führungskräfte, einschließlich des Gründers Changpeng Zhao, rechtfertigen.

US-Staatsanwälte begannen 2018, gegen Binance zu ermitteln. Ihre Befürchtung war, dass Kriminelle die Krypto Börse zum Waschen unrechtmäßig erworbener Gelder nutzen. Angeblich soll Binance schmutzige Kryptowährungen im Wert von Milliarden von US-Dollar von Kriminellen und Sanktionsumgehern verarbeitet haben. Das Binance-Team hat diese Anschuldigungen bestritten und behauptet, dass sein Sicherheits- und Compliance-Team seine Mitarbeiterzahl um 500 % erhöht hat, um eben genau so etwas zu vermeiden.

Bisher ist insgesamt aber nur wenig über den Fall bekannt. Auch im Jahr 2020 forderte die Staatsanwaltschaft umfangreiche interne Unterlagen von Binance über seine Anti-Geldwäsche-Kontrollen, sowie die Kommunikation zwischen Changpeng Zhao und anderen Führungskräften an. Letztes Jahr rekrutierte die Krypto Börse zudem Beamte der Abteilung für strafrechtliche Ermittlungen des Internal Revenue Service, also genau der US-Regierungsbehörde, die gegen Binance ermittelte.

Nicht jeder ist von der Anschuldigung gegen Binance überzeugt

Nach dem FTX-Skandal sind Anleger natürlich umso mehr sensibilisiert, wenn es um Negativschlagzeilen gegen Krypto Börsen geht. Zweifelsohne hätte eine offizielle Ermittlung gegen Binance auch das Potential verheerende Folgen für den ohnehin schon sehr angeschlagenen Krypto-Markt mit sich zu bringen.

Es soll bei der US-Staatsanwaltschaft jedoch auch diejenigen geben, die noch unentschlossen sind und argumentieren, dass es mehr Beweise für einen solch aggressiven Schritt geben muss. Der Abschluss einer groß angelegten Untersuchung gegen die weltweit größte Krypto Börse hat sich dadurch vorerst verzögert. Es besteht also in dieser Angelegenheit kein Konsens unter den Staatsanwälten.

Entsprechend sollte diese Negativschlagzeile nicht überbewertet werden. Aktuell ist all das noch in der Schwebe und selbst bei möglichen Verstößen, wäre eine gimpflige Einigung zwischen Binance und den Behörden ebenfalls in der Karten.

Die Quintessenz ist also, dass Anleger sich von der aktuellen FUD-Welle nicht davontragen lassen sollte. Es gilt zwar die Entwicklungen im Blick zu behalten, aber sie zu nehmen wie sie sind, anstatt emotionsgeladen zu viel in sie herein zu interpretieren.


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