Die Deutsche Bank hat einen entscheidenden Schritt in Richtung Kryptowährungen und tokenisierter Vermögenswerte für ihre Kunden gemacht. In einem heutigen Bericht von Reuters verkündete die Bank eine Partnerschaft mit dem Schweizer Krypto-Unternehmen Taurus, um Verwahrungsdienstleistungen für institutionelle Kunden anzubieten.

Dieser Schritt markiert einen bedeutenden Eintritt des Finanzinstituts in die Welt der digitalen Assets. Ein Sprecher der Deutschen Bank betonte jedoch, dass derzeit keine “unmittelbaren Pläne” für den Krypto-Handel vorliegen, obwohl das Institut bereits 2020 in einem Weltwirtschaftsforums-Papier Interesse an dieser Aktivität bekundete.

Dieser Schritt kommt zu einer Zeit, in der sich die Finanzbranche zunehmend mit der Blockchain-Technologie auseinandersetzt, während der Markt der Kryptowährungen nach wie vor mit regulatorischen Unsicherheiten und erheblicher Volatilität zu kämpfen hat.

Die Deutsche Bank mit einer Kehrtwende zum Thema Kryptowährungen

Besonders bemerkenswert ist dieser Schritt vor dem Hintergrund der früheren Äußerungen von Ulrich Stephan, dem Chief Investment Strategist der Deutschen Bank. Er hatte in der Vergangenheit vor Investitionen in Bitcoin gewarnt und Kryptowährungen im Jahr 2018 als “zu volatil und nicht ausreichend reguliert” kritisiert. Trotz dieser früheren Vorbehalte erklärt Paul Maley, Global Head of Securities Services der Deutschen Bank, nun, dass der Billionen-Dollar-Markt zu einer Priorität für Investoren und Unternehmen gleichermaßen geworden ist.

Es ist anzumerken, dass die Deutsche Bank bereits schrittweise Maßnahmen ergriffen hat, um Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte zu unterstützen. Bereits im Februar 2021 kündigte die Bank Pläne an, eine Krypto-Depotstelle zu werden, und beantragte später eine Lizenz für digitale Vermögenswerte in Deutschland. Zudem war die Deutsche Bank über ihren Vermögensverwaltungsarm, die DWS Group, an Gesprächen beteiligt, um in deutsche Unternehmen zu investieren, die sich mit Kryptowährungen beschäftigen.

Frühere Berichte der Bank haben eine breite Palette von Krypto-Themen behandelt, von der möglichen Mainstream-Einführung von NFTs bis hin zu Umfragedaten, die zeigen, dass die Mehrheit der Investoren beabsichtigt, Kryptowährungen auch dann zu halten, wenn der Markt Turbulenzen erlebt. Dieser jüngste Schritt der Deutschen Bank setzt somit einen klaren Impuls im Zeitalter der digitalen Transformation des Finanzwesens.


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