Key-Takeaways dieser DeFi-News:
- Ondo positioniert sich nicht länger nur als Tokenisierungsplattform, sondern als Infrastruktur für ein vollständiges On-Chain-Finanzökosystem inklusive Perpetuals und Prime-Brokerage-Funktionen.
- Die Expansion von Ondo wirft eine unbequeme Frage auf: Welche Rolle spielt der ONDO Coin überhaupt noch in diesem Geschäftsmodell?
- In einem selektiveren Markt reicht Narrativ-Wachstum nicht mehr aus – Governance, Unlocks und Cashflow-Nähe entscheiden über langfristigen Wert.
Ondo Finance macht den nächsten großen Schritt und er ist größer, als es auf den ersten Blick wirkt. Mit dem Start von Ondo Perps signalisiert das Projekt nicht nur Expansion, sondern einen strategischen Anspruch: Prime Brokerage on-chain. Also genau jene Infrastruktur, auf der traditionelle Finanzmärkte seit Jahrzehnten aufbauen.
Doch genau hier beginnt die entscheidende Differenzierung, die viele Anleger übersehen.
Denn während Ondo als Unternehmen und Protokoll messbar wächst, mit Milliarden in tokenisierten Treasuries, wachsender Nachfrage nach tokenisierten Aktien und nun Derivaten, sollten sich Anleger eine unbequeme Frage stellen: Profitiert der ONDO Coin davon überhaupt in einem strukturellen Sinne?
Diese DeFi News ist deshalb kein weiterer Fortschrittsbericht. Sie ist eine Analyse darüber, wie sich Wert im Markt der Kryptowährungen gerade verschiebt. Weg von bloßer Produktfantasie, hin zu klarer Token-Logik. Weg von „Wachstum = bullish“, hin zu der Frage, wo Cashflows, Governance-Macht und Angebotsstruktur tatsächlich zusammenfallen.
Im ersten Teil dieser DeFi News zeigen wir, warum Ondos Vorstoß in Richtung On-Chain-Prime-Brokerage mehr ist als ein neues Feature und weshalb Perpetuals dabei nur der Anfang sind. Danach stellen wir uns den unbequemen Fragen, die mit diesen Entwicklungen einhergehen: Was bedeutet dieses Wachstum realistisch für den ONDO Coin – gerade mit Blick auf Tokenomics, Unlocks und Marktmechanik?
Wenn du verstehen willst, weshalb die nächste Marktphase für Anleger gefährlich und chancenreich zugleich ist, dann ist diese DeFi News eine Pflichtlektüre für dich.
DeFi News mit Tragweite: Warum Ondo nicht einfach DeFi baut, sondern die Spielregeln der Wall Street kopiert
Was Ondo aktuell aufbaut, ist kein weiteres DeFi-Produkt, sondern ein struktureller Angriff auf einen der profitabelsten Teile traditioneller Finanzmärkte: Prime Brokerage. Also jene Schicht, die institutionellen Investoren Handel, Finanzierung, Sicherheitenmanagement und Abwicklung aus einer Hand ermöglicht.
Der Einstiegspunkt dafür sind für Ondo Perpetual Futures. Mit Ondo Perps geht das Projekt einen Schritt, den viele DeFi-Protokolle bislang vermieden haben: Der Handel mit Derivaten soll nicht länger ausschließlich über Stablecoin-Sicherheiten wie USDT und USDC laufen, sondern über tokenisierte Aktien, ETFs und Rohstoffe (RWAs) selbst. Genau hier beginnt der strategische Unterschied.
Ondo ist heute bereits einer der größten Emittenten tokenisierter US-Staatsanleihen mit über 2 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen (TVL). Hinzu kommt eine Global-Markets-Plattform für tokenisierte Aktien und ETFs, die inzwischen laut den neuesten Daten rund 530 Millionen US-Dollar TVL erreicht und einem Marktanteil von rund 60 % in diesem Segment entspricht.
Diese Zahlen sind gemessen an traditionellen Märkten zwar klein, doch sie zeigen etwas Entscheidendes: Es existiert reale Nachfrage.
Ziel für die Anfangsphase sei es, erst die Infrastruktur zu bauen, bevor Gebühren, Margen und Skaleneffekte überhaupt n den Vordergrund rücken. Genau dieses Vorgehen unterscheidet Ondo von vielen DeFi-Projekten, die frühzeitig Rendite versprechen, ohne dass darunter ein tragfähiger Markt existiert.
Die Perps-Plattform ist dabei weniger als Produkt zu verstehen, sondern als Bindeglied. Sie erlaubt Market Makern komplexere Strategien, schafft Liquiditätsanreize und führt verschiedene Assetklassen in einem einzigen Handels-Setup zusammen. Langfristig zielt Ondo darauf ab, dass Nutzer nicht mehr zwischen Kryptowährungen, Aktien, ETFs und Derivaten unterscheiden müssen. Alles soll in einem Workflow handelbar sein, rund um die Uhr, on-chain.
Besonders relevant ist dabei die Distribution. Ondos tokenisierte Aktien verzeichnen seit dem Start der Plattform nahezu durchgehend Nettozuflüsse, vor allem außerhalb der USA. Wallet-Integrationen über Krypto-Wallets wie von MetaMask oder der Krypto-Börse Binance beschleunigen diesen Trend, insbesondere in Asien. Tokenisierte Assets lösen hier ein reales Zugangsproblem. Ähnlich wie Stablecoins einst den Zugang zum US-Dollar globalisiert haben.
All das macht Ondo zu einem der wenigen DeFi-Projekte, bei denen Wachstum nicht aus Marketing entsteht, sondern aus Nutzung. Doch genau an dieser Stelle verschiebt sich die Analyseebene: weg vom Protokoll, hin zum ONDO Coin.
Der blinde Fleck vieler Investoren: Wächst der Erfolg des Protokolls an dem ONDO Coin vorbei?
So überzeugend Ondos strategische Positionierung ist, so unbequem wird die Frage nach dem ONDO Coin. Denn Produktfortschritt und Token-Performance sind im aktuellen Marktumfeld längst keine automatische Einheit mehr.
Der ONDO Coin erfüllt primär eine Governance-Funktion. Er steuert die Ondo DAO, welche das Kreditprotokoll Flux Finance verwaltet, inklusive Parameter wie Sicherheitenrichtlinien, Protokoll-Updates und Kapitalallokation. Der Wert des ONDO Coins entsteht also nicht durch direkte Gebührenbeteiligung an Ondo Perps, tokenisierten Aktien oder Treasury-Produkten, sondern durch Mitspracherechte über eine wachsende Infrastruktur.
Das ist per se nichts Schlechtes, aber es verändert die Bewertungslogik grundlegend. In einem Markt, der zunehmend selektiv wird, fragen Investoren nicht mehr nur: „Wächst das Protokoll?“ Sondern: „Wie übersetzt sich dieses Wachstum in Token-Nachfrage, Knappheit oder Cashflow-Nähe?“
Hinzu kommt die Angebotsseite. Ein signifikanter Teil des ONDO-Angebots ist langfristig für Ökosystem-Wachstum und -Entwicklung reserviert. Diese Struktur schafft Anreize für Expansion, bringt aber auch Unlock-Risiken mit sich. Gerade bei Governance-Tokens werden solche Ereignisse oft frühzeitig eingepreist. Nicht abrupt, sondern schleichend. Das bedeutet, dass selbst positive ONDO News in Phasen bevorstehender Unlocks auf begrenzte Kursreaktionen treffen können.

Entscheidend ist deshalb nicht, ob Ondo erfolgreich ist, sondern wie stark der Token strukturell daran partizipiert. Der Markt beginnt genau hier zu differenzieren. Projekte, bei denen Token und Produkt wirtschaftlich eng verzahnt sind, werden anders bewertet als solche, bei denen der Token vor allem ein Steuerungsinstrument bleibt.
Das macht den ONDO Coin weder automatisch unattraktiv noch zwangsläufig attraktiv. Es zwingt Anleger jedoch dazu, sauber zu trennen: Ondo als Unternehmen, Ondo als Infrastruktur – und ONDO Coin als Investmentvehikel. Wer diese Ebenen vermischt, läuft Gefahr, Wachstum falsch zu interpretieren.
Genau diese Fragestellung ist kein Einzelfall. Auch bei anderen großen Protokollen zeigt sich zunehmend, dass strategische Fortschritte nicht automatisch tokenpositiv sind. Besonders deutlich wird das immer wieder, wie auch aktuell bei Ripple. Auch hier verlaufen institutionelle Expansion und die Rolle des XRP Coins nicht immer deckungsgleich.

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