Key-Takeaways dieser Bitcoin News:

  • Der Bitcoin Kurs ist am Wochenende auf rund 74.500 $ eingebrochen – Auslöser war kein einzelnes Ereignis, sondern ein Zusammenspiel von drei Faktoren: ein überhitzter Derivate-Markt, geopolitische Spannungen und ein erstarkender US-Dollar.
  • Während viele Marktteilnehmer Panik sehen, ordnet Raoul Pal den Rückgang als Folge eines globalen Liquiditätsproblems ein.

Der Bitcoin Kurs ist innerhalb weniger Stunden stark gefallen und hat zentrale Unterstützungen unterschritten. Der jüngste Einbruch betrifft damit nicht nur den kurzfristigen Preis von BTC, sondern stellt für viele das aktuelle Markt-Narrativ und die Positionierung vieler Anleger infrage.

Bitcoin Kurs Crash.

Doch wer versteht, warum der Bitcoin Kurs gefallen ist, kann besser einschätzen, ob jetzt Risiko oder Chance überwiegt und worauf es in den nächsten Wochen wirklich ankommt. In diesen Bitcoin News erfährst du daher alles, was du jetzt wissen musst.

Bitcoin Kurs Crash erfolgte laut Analysten aus diesen 3 Gründen

Der jüngste Rückgang im Bitcoin-Preis war kein Zufall, sondern das Ergebnis dreier konkreter Marktfaktoren, die in Kombination eine starke negative Reaktion ausgelöst haben. Laut Analysten hat sich das Zusammenspiel dieser Faktoren über das Wochenende zugespitzt und die Schwächen im Marktzyklus offengelegt. Schwächen, die sich erst unter Druck wirklich zeigen.

Der erste Faktor sei die überhitzte Derivate-Struktur. In den Tagen vor dem Einbruch hatten sich im Futures-Markt außergewöhnlich viele Long-Positionen aufgebaut. Das Open Interest stieg, während der Spot-Markt keine vergleichbare Nachfrage zeigte. Eine solche Schieflage ist generell gefährlich: Sobald der Bitcoin Kurs leicht nachgibt, werden gehebelte Positionen liquidiert. Genau das ist auch jüngst passiert. Die ersten Liquidationen lösten weitere aus. Eine klassische Kettenreaktion. Insgesamt sollen rund 2,5 Milliarden US-Dollar an Long-Position liquidiert worden sein.

Grafik zeigt massive Liquidationen nach dem jüngsten Bitcoin Kurs Crash
Der 31.1.26 zeigt die größte Liquidationswelle seit dem 10. Oktober. Bildquelle: Coinglass

Ein weiterer Grund sei laut den Analysten die Kombination aus neuen geopolitischen Spannungen und einer grundsätzlich geringen Liquidität am Wochenende. Der unmittelbare Auslöser für den Abverkauf war eine plötzliche geopolitische Eskalation. Berichte über eine mögliche militärische Zuspitzung zwischen den USA und dem Iran führten am Samstag zu einem abrupten Einbruch der Risikobereitschaft. In solchen Situationen folgt der Markt einem bekannten Muster: Kapital fließt in den US-Dollar.

Bitcoin erfüllte dabei erneut nicht die Rolle eines sicheren Hafens, sondern wurde als sofort verfügbare Liquidität genutzt. Da BTC rund um die Uhr handelbar ist, reagiert der Markt schneller als klassische Asset-Klassen. Gerade am Wochenende, wenn die Liquidität besonders dünn ist, wird BTC häufig verkauft, um Verluste an anderen Märkten auszugleichen oder Kapital in vermeintlich sichere Anlagen wie den US-Dollar zu verschieben.

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Der dritte Faktor zeigt allerdings, dass dies nicht nur den Bitcoin Kurs betraf. Die gesamte „Store-of-Value“-Nische geriet unter Druck. Der Gold Kurs verlor am Freitag innerhalb einer einzigen Session rund 9 %, während der Silber Kurs sogar historisch hohe 26 % verlor. Damit wurden ausgerechnet jene Assets abverkauft, die traditionell als Krisenabsicherung gelten.

Ein erstarkender US-Dollar sorgt für Einbrüche auf dem Rohstoff- und Aktienmarkt.

Während hier also eine Kombination aus einem durch geopolitische Spannungen erstarkenden US-Dollar und einer Liquidationskaskade als Grund für den Einbruch beim Bitcoin Kurs herangezogen wird, ist diese Meinung Raoul Pals nicht weitsichtig genug. Anstatt die Ursache in aktuellen News-Ereignissen zu suchen, sieht er einen viel deutlicheren Zusammenhang zu der globalen Liquiditätsverknappung.

Aktuelle Bitcoin News sind nicht entscheidend: das hier aber schon

Raoul Pal ist ein ehemaliger Hedgefonds-Manager und Gründer von Real Vision. Laut seiner Argumentation sei der Bitcoin Kurs selbst nicht das Problem, sondern eine globale Liquiditätsverknappung.

Seiner Einschätzung nach befindet sich das Finanzsystem aktuell in einer Phase, in der Kapital aus Risiko-Assets abgezogen wird, und zwar unabhängig von deren individueller Qualität. Kryptowährungen reagieren auf solche Phasen historisch besonders sensibel.

Warum ist seine Meinung relevant? Pal analysiert Märkte nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit Geldmengen, Zinsen und Kapitalflüssen. Aus dieser Perspektive ist der jüngste Crash beim Bitcoin Kurs weniger ein BTC-Problem als ein Symptom eines größeren makroökonomischen Zyklus. In früheren Marktphasen folgten auf solche Liquiditätsengpässe oft starke Erholungen, sobald sich die Rahmenbedingungen änderten.

Bitcoin Kurs vs. USB Saas Index. Bildquelle: X, @RaoulGMI

Dabei verweist er oft auf die starke Korrelation zwischen dem Bitcoin Kurs und dem USB Saas Index. Dies ist ein Aktienindex, der börsennotierte Software-as-a-Service-Unternehmen (SaaS) abbildet. Also Unternehmen, deren Geschäftsmodell primär auf abonnementbasierter Cloud-Software beruht (z. B. CRM-, HR-, Finanz- oder Collaboration-Software). Diese Index wird häufig als Stimmungs- und Bewertungsbarometer für Wachstums- und Tech-Aktien genutzt: Steigt oder fällt der Index stark, signalisiert das meist eine Veränderung der Risikobereitschaft.

Die starke Korrelation zwischen dem Bitcoin Kurs und dem USB Saas Index erklärt Pal durch den Umstand, dass beides die langlebigsten Vermögenswerte sind, die es gibt, und beide wurden aufgrund der vorübergehenden Rücknahme von Liquidität mit einem Abschlag bewertet. Der Anstieg des Goldpreises hat seiner Meinung nach im Wesentlichen die gesamte marginale Liquidität aus dem System abgezogen, die sonst in BTC und SaaS geflossen wäre. Es gab also nicht genug Liquidität, um all diese Vermögenswerte zu stützen, sodass die risikoreichsten davon am negativsten betroffen waren.

Für Anleger ist diese Einordnung entscheidend. Sie verschiebt den Fokus weg von kurzfristigen Kursbewegungen hin zur Frage, wann Liquidität wieder in den Markt zurückkehrt. Sollte dieser Punkt erreicht werden, könnte der Bitcoin Kurs überproportional reagieren – genau wie in früheren Zyklen.

Doch gibt es noch andere Meinungen zu dem ganzen Thema. Eine davon besitzt Arthur Hayes. Er präsentierte erst kürzlich ebenfalls keine klassische Bitcoin Prognose, sondern beschreibt ein makroökonomisches Dilemma, aus dem es kaum einen Ausweg gibt: Die USA wollen den Dollar schwächen, dürfen aber keine Finanzkrise auslösen. Genau aus diesem Spannungsfeld leitet Hayes ab, wann Bitcoin strategisch interessant wird und warum Liquidität, nicht Inflation, der entscheidende Treiber ist.

Wann Arthur Hayes Bitcoin kaufen wird: Seine These/ Bitcoin Prognose

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