Key-Takeaways dieser Ethereum News:
- Große Ethereum-nahe Akteure wie BitMine melden massive Buchverluste, während Trend Research aktiv ETH verkauft.
- Der Markt beginnt, Ethereum nicht mehr nur als Infrastruktur, sondern wieder stärker als Investment zu hinterfragen.
- Entscheidend ist, ob diese Verkäufe isolierte Portfolioentscheidungen bleiben oder den Beginn einer breiteren Neubewertung markieren.
Der Ethereum Kurs steht aufgrund des aktuellen Markteinbruchs erneut unter Druck. Doch diesmal kommen die Signale nicht nur vom Chart allein, sondern von jenen Akteuren, die ETH bislang strategisch gehalten haben. Mehrere institutionell geprägte Marktteilnehmer haben zuletzt entweder hohe Buchverluste auf Ethereum ausgewiesen oder begonnen, ihre ETH-Bestände aktiv zu reduzieren.

Ethereum gilt als das Fundament des DeFi-, NFT- und Smart-Contract-Ökosystems. Wenn genau jene Akteure, die langfristig an diese Rolle geglaubt haben, Positionen abbauen oder Verluste offenlegen, ist das kein Nebengeräusch, sondern ein Stimmungsindikator.
Wird ETH gerade nur Opfer eines schwachen Marktumfelds oder beginnt der Markt, Ethereum fundamental anders zu bewerten? Wie ausschlaggebend diese Ethereum News tatsächlich sind, schauen wir uns jetzt genauer an.
BitMine und der 7-Milliarden-Verlust in ETH: Was wirklich dahintersteckt
Der Mining- und Treasury-nahe Akteur BitMine hat laut aktuellen Ethereum News einen Buchverlust von rund 7 Milliarden US-Dollar auf seine ETH-Bestände ausgewiesen. Auf den ersten Blick wirkt das dramatisch, doch entscheidend ist der Kontext.
BitMine hält ETH nicht als kurzfristige Spekulation, sondern als strategisches Treasury-Asset. Die Verluste sind daher nicht realisiert, sondern spiegeln primär den starken Rückgang des Ethereum Kurses wider. Das Unternehmen hat zu diversen Zeitpunkten ETH gekauft, wodurch der durchschnittliche Kaufpreis von BitMine bei knapp 3.884 $ liegt. Der aktuelle Ethereum Kurs liegt mit 2.319 $ rund 40 % unter diesem Kaufniveau.

Damit bewegt sich der Preis von ETH in Linie mit der neuesten Ethereum Prognose von Tom Lee, dem Direktor von BitMine. Nach einem anfangs sehr bullischen Ausblick ist er nun stark zurückgerudert und prognostizierte einen Rückgang des Ethereum Kurses auf etwa 1.800 $ im ersten Quartal 2026, bevor sich die Krypto-Märkte wieder erholen und bis zum Jahresende einen Aufschwung erleben würden.
BitMine steht allerdings nicht alleine da. SharpLink Gaming, das zweitgrößte ETH-Treasury-Unternehmen, muss laut dem Dashboard des Unternehmens unrealisierte Verluste in Höhe von 1,06 Milliarden US-Dollar hinnehmen, nachdem der Ethereum Kurs unter seinen durchschnittlichen Kaufpreis von 3.609 $ gefallen ist.

Trotz der langfristigen ETH-Strategie der beiden Unternehmen ist die Signalwirkung erheblich: Ein Unternehmen, das ETH langfristig als Wertanker betrachtet hat, steht nun bilanziell massiv unter Druck. Das offenbart zwei strukturelle Probleme:
- Erstens zeigt es, wie stark selbst langfristige ETH-Halter von der aktuellen Marktdynamik betroffen sind. Ethereum mag technologisch stabil sein, aber als Treasury-Asset ist es hochvolatil und bilanziell schwer kalkulierbar.
- Zweitens rückt die Frage in den Fokus, ob Ethereum tatsächlich die Rolle eines „produktiven Basis-Assets“ erfüllt, oder ob es weiterhin primär ein zyklisches Risiko-Asset bleibt. Genau diese Frage wird aktuell neu gestellt.
Für den Ethereum Kurs bedeutet das: Solche Verluste erhöhen den Druck, Bestände zumindest teilweise abzusichern oder umzuschichten. Selbst wenn BitMine nicht verkauft, verändert allein die Offenlegung die Wahrnehmung am Markt. Und damit kommen wir zum zweiten, deutlich aktiveren Signal dieser Ethereum News.
Nach Ethereum Kurs Crash verkauft Trend Research ETH im Wert von 79 Mio. $
Das wesentlich deutlichere Signal liefert die Ethereum News rund um Trend Research. Das Research- und Investmenthaus hat begonnen, ETH aktiv zu verkaufen. Allerdings nicht als panische Antwort auf den aktuellen Preiseinbruch beim Ethereum Kurs, sondern aus Überzeugung.

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Am Montag schloss das in Hongkong ansässige Unternehmen seine gehebelten Long-Positionen auf Ethereum, indem es 33.589 ETH im Gegenwert von 79 Millionen US-Dollar mit Verlust verkaufte. Darüber hinaus lieh sich Trend Research von der Krypto-Börse Binance zusätzlich 77,5 Millionen US-Dollar in USDT, um einen Kredit zurückzuzahlen. Dadurch senkte das Unternehmen laut On-Chain-Daten seine Liquidationsschwelle für auf ETH laufende Kredite von 1.880 $ auf 1.830 $.
Trend Research begründet diese Schritte mit einer nüchternen Neubewertung. Ethereum erfülle aktuell zwar weiterhin eine zentrale infrastrukturelle Rolle, biete aber kurzfristig kein attraktives Risiko-Rendite-Verhältnis. Steigende Konkurrenz, fragmentierte Layer-2-Liquidität und eine schwächelnde Nachfrage nach Blockspace belasten aus der Sicht des Unternehmens das Investmentnarrativ.
Besonders interessant ist dabei, dass Trend Research nicht grundsätzlich gegen Ethereum argumentiert, sondern lediglich gegen ETH als Investmentvehikel im aktuellen Marktzyklus. Das ist ein entscheidender Unterschied.
Es ist aber wichtig zu wissen, dass das Unternehmen nach wie vor eine Long-Position im Wert von 618.000 ETH hält. Beim aktuellen Ethereum Kurs entspricht dies einer 1,42 Milliarden US-Dollar starken Wette auf einen langfristig steigenden Preis von ETH. Diese Position verbucht derzeit unrealisierte Verluste von rund 530 Millionen US-Dollar.
Dennoch zeigen diese Ethereum News, dass nicht nur zittrige Hände von Kleinanlegern aktuell Ethereum verkaufen. Auch analytisch getriebene Akteure haben zurzeit wacklige Hände gezeigt.
Wie sind diese Ethereum News für Anleger zu werten?
Aus Anlegersicht lassen sich diese Ethereum News zunächst sachlich zusammenfassen:
Große, sichtbar positionierte ETH-Treasurys haben schlecht getimt eingekauft, während ein Research-getriebener Akteur seine Position aktiv reduziert. Das ist kein Beweis für das Scheitern von Ethereum. Es ist in erster Linie ein Hinweis dafür, dass selbst institutionelle Anleger nicht immun gegen zyklische Fehlbewertungen sind.
Gerade Treasury-Strategien sind kein Garant für gutes Timing. Sie entstehen häufig aus langfristigen Überzeugungen, regulatorischen Überlegungen oder bilanztechnischen Motiven. Nicht aus taktischer Marktoptimierung. In der Vergangenheit haben institutionelle Akteure mehrfach nahe Hochpunkten akkumuliert und mussten anschließend lange Drawdowns aussitzen. Insofern ist es durchaus möglich, dass die aktuellen ETH-Treasury-Käufe schlicht zu früh kamen.
Genau hier wird das Bild komplexer.
Denn während öffentlich sichtbare Treasurys unter Druck geraten und einzelne Fonds Risiko reduzieren, zeigen On-Chain-Daten ein gegenläufiges Verhalten: Laut Daten der Analyseplattform Nansen haben sogenannte „Smart Money“-Trader in der vergangenen Woche Spot-ETH im Wert von rund 38,3 Mio. $ akkumuliert. Zusätzlich kauften große Wallets („Whales“) ETH für weitere 5,47 Mio. $ , während neu erstellte Wallets rund 31 Mio. $ in ETH investierten.
Diese Gruppe gilt historisch nicht als laut, sondern als selektiv. Sie kauft selten aus Überzeugung gegen einen klar negativen Trend, sondern dann, wenn Preis, Liquidität und Risiko-Ertrag-Verhältnis beginnen auseinanderzulaufen.
Für Anleger ergibt sich daraus ein spannendes Spannungsfeld: Auf der einen Seite stehen sichtbare Verluste, Verkäufe und Narrative rund um schwächelnde Nachfrage. Auf der anderen Seite baut Kapital leise Positionen auf.
Hinzukommt, dass nicht jede Ethereum News kurzfristig preisrelevant ist. Es ist entscheidend, zwischen Preis, Nutzung und On-Chain-Realität zu unterscheiden. Denn während sich der Markt auf den Ethereum Kurs fokussiert, zeigen sich im Netzwerk selbst Entwicklungen, die eine völlig andere Frage aufwerfen: Was, wenn das eigentliche Problem nicht mangelnde Nachfrage ist, sondern eine Überlastung durch Spam, Staking-Staus und strukturelle Verzerrungen?
Diese Perspektive beleuchten wir in unserer nächsten Ethereum News, in der wir zeigen, warum Rekord-On-Chain-Aktivität aktuell mehr Fragen aufwirft als beantwortet, und weshalb das auch langfristig die Bewertung von ETH verändern könnte.

💡Lies jetzt: Spam statt Nachfrage? On-Chain-Rekord & Staking-Stau werfen plötzlich ganz neue Fragen für die Bewertung von ETH auf
Lese in dieser Ethereum News, warum Rekord-Transaktionen und erhöhte institutionelle Staking-Nachfrage nicht so bullisch sind, wie sie klingen.
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