Key-Takeaways dieser Bitcoin News:
- Der Bitcoin Kurs fiel seit Ende 2025 regelmäßig zum US-Marktstart, was auf X zu massiven Manipulationsvorwürfen gegen Jane Street führte.
- Die zeitliche Korrelation zwischen der Klage gegen Jane Street und anschließender Kurserholung befeuerte Spekulationen über gezielte Marktinterventionen.
- Marktdaten und ETF-Mechaniken sprechen laut Analysten allerdings gegen eine systematische Manipulation durch einen einzelnen Akteur.
Der Bitcoin Kurs hat in den vergangenen Monaten einen beispiellosen Rückgang erlebt. Von 125.000 $ auf zwischenzeitlich 62.000 $ halbierte sich der Bitcoin Preis nahezu, begleitet von auffälligen Intraday-Bewegungen rund um 10:00 Uhr New Yorker Zeit. In sozialen Netzwerken verdichtete sich rasch eine dazu passende Erklärung, denn ein Schuldiger für diese Misere war augenscheinlich gefunden worden: Jane Street, ein einzelnes Handelsunternehmen, soll gezielt Verkaufsdruck erzeugt haben.
Die Anschuldigungen gegen Jane Street verbreiteten sich viral und fielen zeitlich mit einer Klage gegen das Unternehmen zusammen. Für Investoren stellt sich nun die entscheidende Frage, ob hier tatsächlich Marktmanipulation vorliegt oder ob komplexe ETF-Strukturen missverstanden werden. Die Antwort darauf erfährst du hier und jetzt in dieser brisanten Bitcoin News.
Vorwürfe gegen Jane Street und der zeitliche Zusammenhang mit dem Bitcoin Kurs Crash
Im Zentrum der Debatte steht das Handelsunternehmen Jane Street, einer der größten Market Maker weltweit und autorisierter Teilnehmer mehrerer Bitcoin-Spot-ETFs. Auf X verbreitete sich die These, Jane Street habe seit Ende 2025 nahezu täglich um 10:00 Uhr ET systematisch Bitcoin verkauft, um den BTC Kurs gezielt unter Druck zu setzen und anschließend ETF-Anteile günstiger zu akkumulieren.
Auslöser dieser Spekulation war ein wiederkehrendes Muster: Kurz nach Öffnung des US-Aktienmarktes fiel der Bitcoin Kurs häufig um 2 bis 3 Prozent innerhalb weniger Minuten. Prominente Accounts verwiesen auf eine massive Position von Jane Street im BlackRock-ETF IBIT. Laut 13-F-Filings hielt das Unternehmen im vierten Quartal 2025 rund 790 Millionen US-Dollar in IBIT-Anteilen, während in sozialen Medien sogar von 2,5 Milliarden US-Dollar die Rede war.
Zusätzliche Dynamik erhielt die Debatte durch eine Klage im Umfeld von TerraForm Labs. Der Insolvenzverwalter wirft Jane Street Insiderhandel im Zusammenhang mit dem Terra-Luna-Kollaps 2022 vor. Kurz nach Bekanntwerden dieser Klage verschwand das auffällige 10-Uhr-Muster scheinbar, der Bitcoin Kurs stieg innerhalb weniger Tage um rund 10 Prozent, die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes legte laut Marktbeobachtern um nahezu 200 Milliarden US-Dollar zu.

Auch die regulatorische Vorgeschichte von Jane Street hilft hier nicht, um diese Vorwürfe zu schmälern. Stattdessen hatte die indische Börsenaufsicht Jane Street im Juni des Vorjahres temporär vom lokalen Markt ausgeschlossen und 566 Millionen US-Dollar mutmaßlicher Gewinne eingefroren, mit Verweis auf ein „Morning Pump, Afternoon Dump“-Schema im Derivatehandel.
Die zeitliche Korrelation zwischen Klage, Ausbleiben der 10-Uhr-Verkäufe und Erholung des Bitcoin Kurses wirkt auf den ersten Blick brisant. Doch Korrelation ist nicht gleich Kausalität. Handelt es sich also hier wirklich um eine Manipulation oder vielleicht doch nur um eine aufgebauschte Bitcoin News auf der Grundlage unglücklicher Zufälle?
Marktmechanik statt Manipulation: Ist Jane Street wirklich schuld am Bitcoin Kurs Crash?
Der Kryptoökonom Alex Kruger widerspricht der Manipulationsthese klar. Ausgewertete Intraday-Daten des IBIT-ETFs zeigen seit Jahresbeginn im Zeitfenster 10:00 bis 10:30 Uhr eine kumulative Rendite von rund 0,9 Prozent, in den ersten 15 Minuten ein Minus von 1 Prozent. Für Kruger ist das statistisches Rauschen, kein Beleg für systematische Verkäufe. Entscheidend sei zudem, dass die Bewegungen stark mit der Nasdaq-Performance korrelieren, was auf eine allgemeine Neubewertung von Risikoanlagen hindeute.
Um die Debatte einzuordnen, lohnt ein Blick auf die Funktionsweise von Bitcoin-Spot-ETFs. Diese Fonds halten physische Bitcoin und bilden deren Preisentwicklung ab. Autorisierte Teilnehmer wie Jane Street, JPMorgan oder Citadel Securities sorgen durch sogenannte Creation- und Redemption-Prozesse dafür, dass der ETF-Preis nahe am Nettoinventarwert bleibt.
Dabei sind sogenannte In-Kind-Transaktionen erlaubt. Das bedeutet, dass autorisierte Teilnehmer ETF-Anteile gegen echte Bitcoin tauschen können, statt nur mit Bargeld zu arbeiten. Zusätzlich existiert eine regulatorische Ausnahme im Rahmen von Reg SHO, die es diesen Marktteilnehmern erlaubt, ETF-Anteile kurzfristig leerzuverkaufen, ohne sie zuvor zu leihen. Dieses „Short first, buy later“-Prinzip kann temporär Verkaufsdruck erzeugen, insbesondere wenn nach starken Kursanstiegen in Asien und Europa zum US-Start erhöhte ETF-Nachfrage auftritt.
Technisch betrachtet entsteht dadurch kurzfristige Volatilität, jedoch keine zwingende Nettosuppression des Bitcoin Kurses. Kruger betont, dass es für die Preisbildung unerheblich sei, ob der Spotkauf unmittelbar oder zeitlich verzögert erfolge, die Gesamtnachfrage bleibe identisch. Weder On-Chain-Daten noch Börsenaufzeichnungen liefern bislang Beweise für eine koordinierte Kampagne zur gezielten Kursdrückung.
Die Bitcoin News rund um Jane Street fügen sich daher eher in ein typisches Muster nach längeren Abwärtstrends ein, in denen Marktteilnehmer nach klaren Schuldigen suchen. Und während sich beim Bitcoin Kurs die Frage nach struktureller Marktmechanik stellt, zeigt sich bei anderen großen Kryptowährungen eine eigene Dynamik. Besonders Ethereum steht derzeit im Fokus, nicht zuletzt wegen signifikanter Verkäufe durch Mitgründer Vitalik Buterin und einer möglichen charttechnischen Kehrtwende. Welche Signale daraus abzuleiten sind und wie sich die Lage fundamental einordnen lässt, eröffnet die folgende Ethereum News.

💡Lies jetzt: Vitalik verkauft im Februar 17.000 ETH während Ethereum Kurs aktuell eine Kehrtwende vollzieht
Ethereum Kurs bricht ein, Gründer verkauft ETH. Ist jetzt Ethereum verkaufen sinnvoll oder folgt die Trendwende?
Und damit du spannende Updates wie diese Bitcoin News künftig nicht mehr verpasst, tritt am besten direkt unserem kostenlosen Telegram-Channel bei. Dort bekommst du die wichtigsten Entwicklungen sofort aufs Smartphone.
📲 Direkt auf dein Smartphone: Lass dich über unseren Telegram-Channel automatisch über alle Neuigkeiten am Markt informieren. Tritt jetzt bei!


